Die Entwicklung und Bildung in der (frühen) Kindheit erfährt in bildungs- und gesundheitspolitischen Diskursen über die Prävention von möglichen Entwicklungsbeeinträchtigungen verstärkt öffentliche Aufmerksamkeit. Vor diesem Hintergrund wird in dem Seminar Prävention als Paradigma pädagogischen Handelns betrachtet.
In den letzten 20 Jahren gab es eine ganze Reihe von Gesetzesänderungen, die auf eine Stärkung präventiver Maßnahmen ausgerichtet sind, wodurch sich die rechtlichen Kontexte der Lebensphase Kindheit verändert haben. Präventiv ausgerichtete Maßnahmen sind etwa Sprachstandserhebungen und Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen, Vorsorgeuntersuchungen bei Kinderärzt:innen oder die Angebote Früher Hilfen, z.B. die Betreuung von Familien durch Familienhebammen, die stetig weiterentwickelt werden. Mit den Reformbemühungen sind nicht nur Veränderungen in den Kontexten der institutionellen Bildung und Betreuung von Kindern in Elementar- und Primarbereich, sondern auch in der öffentlichen Wahrnehmung von Kindheit als „Risikokindheit“ verbunden.
In dem Seminar werden die theoretischen Grundlagen, die politischen Präventionsdiskurse, die gesetzlichen Entwicklungen sowie Präventionskonzepte und Maßnahmen in der (frühen) Kindheit behandelt. Diese Kontexte werden in ihrem Einfluss auf pädagogisches Handeln, die Lebensphase Kindheit und das Aufwachsen von Kindern reflektiert und diskutiert. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Seminars entwickeln erziehungswissenschaftlich-kritische Reflexionen der Kontexte pädagogischen Handelns unter dem Paradigma der Prävention.
In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/studium-und-lehre/studiendekanat/studienorganisation/platzvergabe/
Bröckling, U. (2008). Vorbeugen ist besser … Zur Soziologie der Prävention. Behemoth. A Journal on Civilisation 1: 38-48.
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The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.