Heteronormativität beschreibt die Annahme eines binären Geschlechtersystems (männlich und weiblich) und eines heterosexuellen Begehrens zwischen diesen Geschlechtern als ‚natürlich‘ und ‚normal‘. Diese Vorstellungen bilden demnach die Grundlage gesellschaftlicher Ordnungsvorstellungen. In einer anhand dieser Normen strukturierten Gesellschaft werden davon abweichende Lebensweisen als ‚unnatürlich‘ wahrgenommen und abgewertet. Queere Menschen erfahren Diskriminierung und Gewalt. Das Konzept der Heteronormativität macht die Verknüpfung der Kategorien Geschlecht und Sexualität sichtbar und beschreibt Geschlecht als diskursiv erzeugtes Phänomen.
Im Mittelpunkt dieses Seminars steht die gemeinsame Auseinandersetzung mit dem Konzept der Heteronormativität und die Reflexion der Bedeutung einer heteronormativitätskritischen Perspektive für die Beratungswissenschaft. Zunächst findet dafür eine Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen des Konzepts mit Bezug zu diskurstheoretischen Ansätzen in der Geschlechterforschung und der Queer Theory statt. Vor diesem Hintergrund sollen die Verschränkung von Diskursen der Beratungswissenschaft mit Diskursen von Geschlecht und Sexualität/Begehren in den Blick genommen werden. Beispielhaft werden wir uns dafür mit dem Beratungskontext Familie und der Wirkung dominanter Normalitätsvorstellungen in diesem Feld, wie beispielsweise im Hinblick auf ‚gute‘ Elternschaft, auseinandersetzen. Im Zuge der Auseinandersetzung widmen wir uns bereits etablierten heteronormativitätskritischen Ansätzen in der Beratungswissenschaft und reflektieren gemeinsam, welche Perspektiven sich aus einer Auseinandersetzung mit Heteronormativitätskritik ergeben.
Master of Arts: Voraussetzung ist die Einschreibung im Master of Arts Erziehungswissenschaft im SoSe23
Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period |
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Module | Course | Requirements | |
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25-ME-A1 Historische und systematische Aspekte Sozialer Arbeit und Beratung | E2: Beratungswissenschaft, Entwicklungslinien und Formen pädagogischer, psychosozialer und sozialpädagogischer Beratung | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information |
25-ME-A4 Inhaltliche Fokussierung | E1: Inhaltliche Fokussierung 1 | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information |
E2: Inhaltliche Fokussierung 2 | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information | |
25-ME-B4 Inhaltliche Fokussierung | E1: Inhaltliche Fokussierung 1 | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information |
E2: Inhaltliche Fokussierung 2 | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information | |
25-ME-C4 Inhaltliche Fokussierung | E1: Inhaltliche Fokussierung 1 | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information |
E2: Inhaltliche Fokussierung 2 | Study requirement
Ungraded examination Graded examination |
Student information | |
25-ME3 Forschungsprojekt | E1: Thematische Einführung | Study requirement
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Student information |
25-ME3-IT Forschungsprojekt | E1: Thematische Einführung | Study requirement
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Student information |
25-UFP6-A Fachbezogene Vertiefung: Soziale Arbeit / Beratung | E2: Beratung | Study requirement
Ungraded examination |
Student information |
30-MGS-3_ver1 Hauptmodul 2: Sozialisation und Bildung | Seminar 1 | Study requirement
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Student information |
Seminar 2 | Study requirement
Graded examination |
Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.