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220080 Skandale, Affären (2. Teil) (GK) (SoSe 2013)

Inhalt, Kommentar

Zur Veranstaltung:
Theater-Skandal, Sport-Skandal, Politik-Skandal, Geheimdienst-Affäre. Kaum ein Monat vergeht ohne die Skandalisierung von Ereignissen. Indes: Was macht den Skandal zum Skandal? Was kennzeichnet die Affäre? Welche Funktion erfüllen Skandal und Affäre in der Gesellschaft? Wer löst den Skandal, wer löst die Affäre aus? Wann wird der Skandal zur Affäre? Wie wandeln sich Skandalon und Skandalisierungsstrategien im Verlauf der Geschichte? Der Grundkurs greift diese Fragen auf und versucht, ausgehend von analytischen Definitionen beider Begriffe, den Stein des Anstoßes, den Verlauf und die Funktion von Skandalen und Affären an ausgewählten Fallbeispielen von der Vormoderne bis zur Gegenwart zu untersuchen.
Skandale und Affären sind, so die Hypothese, Konfigurationen und Figuren des politischen Repertoires, die nur vor dem politischen und kulturellen Hintergrund der sozialen Ordnung, in der sie auftreten, verstanden und erklärt werden können. Ins Zentrum rücken religiöse, literarische und politische Regelverletzungen, die den Anstoß zu Skandalen und Affären gaben. Schwerpunkte bilden u.a.: Kommunebewegung und Bürgeraufstände im Mittelalter, Herrscherabsetzungen, Affären an den frühneuzeitlichen Höfen, die Calas-Affäre und die Dreyfus-Affäre, der Eulenburg-Skandal sowie die Skandalisierungsstrategien von Avantgarde-Gruppen, die Rolle der Medien im Verlauf von Skandal und Affäre sowie die Formen öffentlicher Empörung in Monarchien und Diktaturen.

Literaturangaben

Frank Bösch: Öffentliche Geheimnisse. Skandale, Politik und Medien in Deutschland und Großbritannien 1880-1914, München 2009; Luc Boltanski, Élisabeth Claverie, „Affaires, Scandales et Grandes Causes“, in: Luc Boltanski, Elisabeth Claverie, Nicolas Offenstadt, Stéphane van Damme (Hrg.) Affaires, Scandales et Grandes Causes. De Socrate à Pinochet, Paris 2007, S. 395-453¸ Kirsten Bulkow (Hg.), Strategien öffentlicher Aufmerksamkeitserzeugung, Wiesbaden 2011; Rolf Ebbighausen, Sieghard Neckel (Hg.), Anatomie des politischen Skandals, Frankfurt am Main 1989; Ingrid Gilcher-Holtey (Hg.), Voltaire. Die Affäre Calas, Frankfurt am Main 2010; Karl Otto Hondrich, Enthüllung und Entrüstung. Eine Phänomenologie des politischen Skandals, Frankfurt am Main 2002; Hans Matthias Kepplinger, Publizistische Konflikte und Skandale, Wiesbaden 2009, Martin Sabrow (Hg.), Skandal und Diktatur: Formen öffentlicher Empörung im NS-Staat und in der DDR, Göttingen 2004; Burkhardt Steffen, Medienskandale: zur moralischen Sprengkraft öffentlicher Diskurse, Köln 2006.

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22-1.2 Grundmodul Mittelalter/ Frühe Neuzeit - Moderne Grundkurs Mittelalter/Frühe Neuzeit - Moderne Studienleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschichtswissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Modul 1.3 Wahlpflicht 8  
Geschichtswissenschaft (G) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Modul 1.3 Wahlpflicht 8  
Geschichtswissenschaft (Gym/Ge) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Modul 1.3 Wahlpflicht 8  
Geschichtswissenschaft (HR) / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Modul 1.3 Wahlpflicht 8  
Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
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