Diese Veranstaltung bietet erstens eine Einführung in das Programmieren mit Ruby (einer leicht erlernbaren, ballastarmen und flexiblen Sprache, die sich sowohl für kleine Skripte als auch für komplexe Projekte eignet). Zweitens veranschaulicht sie, wie sich diverse linguistische Fragestellungen und Probleme durch selbstgeschriebene Skripte und Programme lösen lassen.
Die Veranstaltung hat zwei größere Teile:
Der erste Teil beginnt mit einer Einführung der Grundlagen des Programmierens. Im Anschluss wird die Programmiersprache Ruby mit ihren Besonderheiten vorgestellt, indem diverse linguistische Fragestellungen und Probleme bearbeitet werden. Die genauen Themen können je nach Interessenslage der Teilnehmenden aus den folgenden Bereichen stammen: Formale Automaten und Grammatiken, Anwendung von Logik und Mengenlehre, Part-of-Speech-Tagging, Parsen, Anaphernresolution, Handhabung von XML-Dokumenten, lexikalisch-semantische Netze, Machine Learning, statistische Datenauswertung. Ein genauer Fahrplan wird in Zusammenarbeit mit den Teilnehmenden in der ersten Sitzung erstellt.
Im zweiten Teil beschäftigen wir uns (nachdem der Umgang mit Ruby inzwischen vertraut geworden ist) mit der Erstellung, Verwaltung und Analyse von multimodalen Korpora und entsprechenden Datensammlungen. Hierfür werden Bibliotheken aus dem hiesigen Sonderforschungsbereich 673 eingesetzt, der sich mit solchen Datensammlungen befasst. Themen umfassen hier beispielsweise spezielle Probleme beim Behandeln gesprochener Sprache, Gestenannotationen, die Handhabung von Trackingdaten und ähnlichen Datenstrukturen, und Methoden zur Analyse von Korrelationen zwischen kommunikativen Ereignissen in verschiedenen Modalitäten.
Einerseits richtet sich der Kurs an Informatikstudierende mit Interesse an linguistischer Forschung, andererseits an Linguistikstudierende mit Affinität zur Computerlinguistik oder Informatik.
Generell sollten die Studierenden zumindest basale Programmierkenntnisse (die Programmiersprache ist hierbei egal), oder die Bereitschaft zum Erwerb derselben besitzen. Wenn keine Kenntnisse im Programmieren vorhanden sind, kann der Kurs auf jeden Fall trotzdem besucht werden, da zu Beginn eine Einführung erfolgt – es ist jedoch ratsam, in diesem Fall vor Semesterstart mit dem Dozenten Kontakt aufzunehmen, da in diesem Fall ein geringer Mehraufwand zu Beginn des Semesters erforderlich sein wird.
Es wird dringend empfohlen, die Programmierübungen mit dem eigenen Rechner oder Laptop durchzuführen, um ausreichende Flexibilität zu gewährleisten, da auf den wenigsten öffentlichen Uni-Rechnern ein passendes Ruby-System vorhanden ist. Bei Problemen in diesem Bereich wenden Sie sich bitte an den Dozenten.
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period | |
|---|---|---|---|---|---|
| weekly | Do | 16-18 | V7-140 | 08.04.-19.07.2013
not on: 5/9/13 / 5/30/13 / 6/27/13 |
Am 27.06.13 findet das Seminar in M3-115 statt! |
Hide passed dates << Edit date display
| Module | Course | Requirements | |
|---|---|---|---|
| 23-LIN-BaLin1-Inf Introduction to Linguistics for Students of Informatics | Veranstaltung aus dem Bereich angewandte Computerlinguistik | Study requirement
|
Student information |
| 23-LIN-Inf Foundations of Computational Linguistics for Students of Informatics | Veranstaltung aus dem Bereich computerlinguistische Grundlagen | Study requirement
|
Student information |
| - | Graded examination | Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.
| Degree programme/academic programme | Validity | Variant | Subdivision | Status | Semester | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie / Master | (Enrollment until WiSe 19/20) | 23-LIN-MaCL1 | 3 |
Studienleistungen können durch das regelmäßige Erledigen von begleitenden Programmierübungen erbracht werden (in Kleingruppen). Weitere Leistungen lassen sich je nach Umfang (und je nach Studiengang und -ordnung) nach Absprache mit dem Dozenten in Form eines nach der Vorlesungszeit durchzuführenden Programmierprojekts inkl. schriftlicher Dokumentation und Ausarbeitung erbringen.