Die Veranstaltung befasst sich mit dem Herstellung globaler Ungleichheitsvorstellung und der Rolle internationaler Organisationen. Während bis zum Ende des Kalten Krieges vor allem die Ost-West-Beziehungen die prägende Konfliktlinie der internationalen Politik darstellte, wurde der Nord-Süd-Konflikt als wirtschaftliche Fehlentwicklung oder Verteilungskonflikt verstanden. In Folge dessen dominierte ein Entwicklungsverständnis, dass eine auf- bzw. nachholende Entwicklung ausgerichtete Angleichung des Entwicklungsniveaus gegenüber der OECD-Welt zum Ziel hatte. Gegenwärtig lässt sich beobachten, dass neben traditionellen Entwicklungsvorstellungen zunehmend von globaler Ungleichheit in der Weltgesellschaft die Rede ist. Die Differenzierung unterschiedlicher staatlicher Entwicklungsniveaus wird also sukzessive durch Vorstellungen ungleicher Verwirklichungschancen ergänzt. Die Millennium Development Goals können als vorläufiger Höhepunkt dieses Wandels verstanden werden.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, mit den Studierenden in einem ersten Schritt unterschiedliche Entwicklungsparadigmen nachzuzeichnen, um daran anschließend zu bewerten, ob und inwiefern das Abstellen auf Ungleichheitssemantiken eine Neuausrichtung in der Entwicklungspolitik darstellt. Die Herausbildung globaler Ungleichheitsvorstellung und deren Operationalisierung wird am Beispiel von internationalen Organisationen wie etwa Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IMF), Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) u.a. untersucht.
Neben Themen wie der Nord-Süd-Konflikt, Entwicklungsdekaden, Entwicklungstheorien (z.B. Dependenz- vs. Modernisierungstheorie), Internationaler Organisationen in der Entwicklungspolitik (z.B. Weltbank, UNDP, OECD), Rolle von Nicht-Regierungsorganisationen etc. soll die Veranstaltung ein weiteres Studienelement enthalten, in dem die Studierenden sich einen problemorientierten Zugang zum Veranstaltungsthema erarbeiten.
Menzel, Ulrich (1992). Das Ende der Dritten Welt und das Scheitern der grossen Theorie. Frankfurt am Main, Suhrkamp.
Nuscheler, Franz (2006). Entwicklungspolitik. Bonn, Bundeszentrale für Politische Bildung.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mo | 14-16 | A0-150 | 08.04.-19.07.2013
nicht am: 20.05.13 |
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| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 30-M16 Governance und Mehrebenenregieren | Governance- und Normentwicklung | Studienleistung
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Studieninformation |
| Mehrebenenregieren und Governance | Studienleistung
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Studieninformation | |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Politikwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2009) | 2.1a | Pflicht | 3. | |||
| Politikwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | Modul GGov.a; Modul GGov.b | 4 | (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich) |