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300010 Signaling-Theorie und Organisationsforschung (S) (SoSe 2013)

Inhalt, Kommentar

Die relativ junge Signaling-Theorie adressiert im Kern ein fundamentales Kommunikationsproblem, nämlich die Unsicherheit über die ‚wahren‘ Eigenschaften einer Person oder einer Organisation, die daraus resultiert, dass diese Eigenschaften nicht direkt beobachtbar sind. Vertrauenswürdigkeit, Belastbarkeit oder Intelligenz sind mögliche Beispiele. Ihre Unbeobachtbarkeit ist vor allem dann ein Problem, wenn zwei oder mehr Akteure an einer dauerhaften Kooperation interessiert sind, aber damit rechnen müssen, von den anderen Parteien übervorteilt zu werden. Dass diese Parteien behaupten, vertrauenswürdig, belastbar oder klug zu sein (cheap talk), reicht in vielen Situationen nicht aus, damit Kooperationen eingegangen werden. Unter welchen Voraussetzungen Signale – und zwar bestimmte – als Lösungen dieses Kommunikationsproblems fungieren, werden wir im Rahmen des Seminars diskutieren.
Unsere Grundlage sind aktuelle signaltheoretische Ansätze (Posner, Gambetta, Diekmann/Przepiorka) genauso wie ‚klassische‘ Texte aus der Soziologie (Veblen, Goffman, Bourdieu), der Verhaltensbiologie (Zahavi) und der Verhaltensökonomie (Spence). Das Ziel dieser Diskussion ist, Anschlüsse an aktuelle Problemfelder der (soziologischen) Organisationsforschung zu finden. Dazu gehört u.a. die Erklärung, wie die Formalität von Organisationen entsteht und funktioniert.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

• Grundkenntnisse der Organisationssoziologie und der Allgemeinen Soziologie, d.h. Sie haben in beiden Bereichen mindestens eine Hausarbeit geschrieben, sei es im Bachelor- oder im Masterstudium
• Lesebereitschaft (auch von englischsprachiger Literatur)
• Diskussionsfreude
• Aufgeschlossenheit für die Argumente anderer

Literaturangaben

Connelly, B.L., S.T. Certo, R.D. Ireland & C.R. Reutzel, 2011: Signaling Theory: A Review and Assessment. Journal of Management 37: 39–67.

Diekmann, A. & W. Przepiorka, 2010: Soziale Normen als Signale. Der Beitrag der Signaling-Theorie. S. 220–237 in: G. Albert & S. Sigmund (Hrsg.), Soziologische Theorie kontrovers. Sonderheft 50 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Gambetta, D., 2009: Signaling. S. 168–194 in: P. Hedström & P. Bearman (Hrsg.), The Oxford Handbook of Analytical Sociology. Oxford; New York: Oxford University Press.

Einen Einstieg bietet möglicherweise auch der Podcast zum Vortrag "Kostspielige Signale: Organisationstheoretische Einsichten der Signaling-Forschung", den Sie auf den Internetseiten des Bielefelder Kolloquiums zur Organisationstheorie finden: http://www.uni-bielefeld.de/soz/forschung/orgsoz/bko.html#2012ss

Lehrende

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Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
30-M-Soz-M6a Organisationssoziologie a Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
30-M-Soz-M6b Organisationssoziologie b Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
30-M-Soz-M6c Organisationssoziologie c Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom (Einschreibung bis SoSe 2008) H.S.2; H.S.3   scheinfähig  
Soziologie / Master (Einschreibung bis SoSe 2012) Modul 2.1; Modul 2.2 Wahl 3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Studieren ab 50    
Konkretisierung der Anforderungen

Für die Bescheinigung der aktiven Teilnahme bzw. einer Studienleistung:
Regelmäßige körperliche und geistige Anwesenheit; aktive Beteiligung; Lektüre der erforderlichen Literatur zu jeder Sitzung.

Zusätzlich für eine benotete Einzelleistung:
Sie verfassen eine Hausarbeit zu einer Frage, die wir im Rahmen des Seminars diskutieren bzw. die einen Seminarbezug hat. Ihre Texte sollten problemorientiert, anschaulich und argumentativ sein. Wählen Sie Ihre Frage sehr bewusst – eine gute Frage wird Sie beim Schreiben inspirieren. Ich unterstütze Sie gerne bei der Themenfindung und der Erarbeitung Ihres Texts. Sprechen Sie mich dazu ruhig an.
Noch ein Wort zum Umfang: Sie werden es schwer haben, etwas Substantielles in weniger als 6.000 Wörtern auszudrücken. Falls Sie demgegenüber 10.000 Wörter überschreiten, werden Sie selbst den aufgeschlossensten Leser langweilen.

Obligatorische Termine für diejenigen, die eine Hausarbeit schreiben möchten:

Bis 18.06.: Schreiben Sie ein bis zwei Absätze dazu, worüber Sie gerne Ihre Hausarbeit schreiben möchten, und schicken Sie mir den Text per E-Mail zu.

Bis 09.07.: Reichen Sie ein kurzes Exposé Ihrer geplanten Hausarbeit ein. Ein bis zwei Seiten genügen. Sie können sich dafür gerne am Format des so genannten Sechszeilers orientieren.

Bis 19.07.: Diskutieren Sie Ihr Exposé mit mir während meiner Sprechstunde.

Bis 30.09.: Geben Sie Ihre fertige Hausarbeit spätestens an diesem Termin ab.

Bis 30.11.: Wir besprechen Ihre Hausarbeit und Ihr Ergebnis in der Sprechstunde.

Lernraum
Teilnehmer*innen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
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