Feministische WissenschaftsphilosophInnen vertreten die Ansicht, dass viele wissenschaftliche Theorien geschlechtsbezogene Verzerrungen aufweisen. Gleichzeitig kritisieren sie oftmals traditionelle wissenschaftstheoretische Ansätze als unzureichend, um derartige Verzerrungen zu erfassen und ihnen zu begegnen. Feministische Wissenschaftsphilosophie untersucht nicht nur die Bedeutung des Geschlechts für vorhandene Theorien, sondern formuliert darüber hinaus auch alternative Konzeptionen wissenschaftlichen Wissens und wissenschaftlicher Objektivität, welche auf einen größeren Einbezug der sozialen Bedingtheit von Wissenschaft zielen. Im Seminar werden unterschiedliche feministische Ansätze innerhalb der Wissenschaftstheorie sowie eine Reihe von Beispielen für den Einfluss der Geschlechtskategorie, zum Beispiel in der Biologie oder Archäologie, diskutiert.
An diesem Seminar kann nur eine begrenzte Anzahl von 40 Studierenden teilnehmen. Zur Anmeldung tragen Sie die Veranstaltung in Ihren Stundenplan ein, die Platzvergabe erfolgt in der ersten Sitzung der Veranstaltung durch den Dozierenden. Benötigen Sie für Ihren Studienabschluss einen Platz in exakt dieser Veranstaltung (Härtefallregelung), melden Sie sich bitte bei Herrn Harnisch (studienberatung@philosophie.uni-bielefeld.de)
Literatur wird zur Beginn des Seminars bekannt gegeben. Für einen Einstieg in die Thematik eignen sich:
» Anderson, Elizabeth, “Feminist Epistemology and Philosophy of Science”, The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Spring 2011 Edition), Edward N. Zalta (ed.), URL = <http://plato.stanford.edu/archives/spr2011/entries/feminism-epistemology/>.
» Fox Keller, E.; Longino, H. (Hrsg.) (1996), Feminism and Science, Oxford: Oxford University Press.
» Schiebinger, L. (1999), Has Feminism Changed Science? Cambridge, Mass.: Harvard University Press.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| History, Philosophy and Sociology of Science / Master | (Einschreibung bis SoSe 2014) | Hauptmodul 2 | Wahlpflicht | 2 | zusätzlich 4 LP für eine benotete Einzelleistung, 2 LP für eine unbenotete Einzelleistung | ||
| Philosophie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | N6 HM TP WT; N8 HM SB PGES | 2 | unbenotet | ||
| Philosophie (Gym/Ge als zweites U-Fach) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | N6 HM TP WT; N8 HM SB PGES | 2 | unbenotet | |||
| Philosophie (Gym/Ge fortgesetzt) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | N6 HM TP WT; N8 HM SB PGES | 2 | unbenotet |
Voraussetzung für die Vergabe von 2 Leistungspunkten (Bachelor Einschreibung bis SoSe 11 und Master of Education) ist die regelmäßige und aktive Teilnahme sowie das Erbringen des schriftlichen oder mündlichen Beitrags im Umfang von maximal 1200 Wörtern für das Modulportfolio, auf dem die unbenotete Moduleinzelleistung beruht. Die Anforderungen für den Modulportfolio-Beitrag werden zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.