Die Spieltheorie beschäftigt sich mit der Analyse von interaktiven Mehrpersonen-Entscheidungssituationen. Beispiele sind der Wettbewerb zwischen Firmen auf Produktmärkten, Lohnverhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, der Wahlkampf zwischen Parteien oder Politikern, Auktionen, die Beiträge der WG-Mitglieder zur Reinigung einer gemeinsamen Wohnung und viele andere. Aufgrund der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten werden spieltheoretische Analysen nicht nur in den Wirtschaftswissenschaften, sondern auch in der Politikwissenschaft und in anderen Sozial- und Verhaltenswissenschaften verwendet.
Die Vorlesung baut auf der Vorlesung "Einführung in die Spieltheorie" auf. Behandelt werden statische Spiele mit vollständiger und unvollständiger Information bzgl. der Präferenzen der anderen Spieler sowie dynamische Spiele mit vollkommener und unvollkommener Information bzgl. der Aktionen, die andere Spieler in der Vergangenheit gewählt haben. Neben grundlegenden nicht-kooperativen spieltheoretischen Lösungskonzepten werden in der Vorlesung auch kooperative Lösungskonzepte für Verhandlungsprobleme und Koalitionsspiele behandelt.
Das Ziel dieses Kurses ist fortgeschrittene Konzepte und Methoden der nicht-kooperativen Spieltheorie sowie grundlegende Konzepte der kooperativen Spieltheorie zu beherrschen und zu verstehen, wie sich strategische Entscheidungen, insbesondere unter Unsicherheit, mit spieltheoretischen Modellen analysieren lassen.
Aufgrund der aktuellen Situation bezüglich COVID-19 wird diese Lehrveranstaltung auf eine Mischung zwischen asynchroner und synchroner Online-Lehre umgestellt. Es werden wöchentlich Videos über das eKVV (Lernraum) bereitgestellt, in denen die grundlegenden Vorlesungsinhalte besprochen werden. Zusätzlich wird es zu der angegebenen Vorlesungszeit ein Webinar über Zoom geben, in dem Beispiele zu den Inhalten vorgestellt und Fragen dazu beantwortet werden.
An drei Terminen wird statt des Webinars eine Übung über Zoom stattfinden, in der die Studierenden den Vorlesungsstoff auf vorgegebene Problemstellungen anwenden. Die regelmäßige Nacharbeitung des Vorlesungsstoffes und die selbstständige Erarbeitung von Lösungen zu den Übungsaufgaben vor dem Besuch der Übung sind wesentlich für den Lernerfolg.
Die vorherige Belegung des Moduls VWL I, insbesondere der Veranstaltung "Einführung in die Spieltheorie", ist empfohlen.
Gibbons, R. (1992) A Primer in Game Theory, FT Prentice Hall, Harlow, England.
Osborne, M. J. (2004) An Introduction to Game Theory, Oxford University Press, New York.
Osborne, M. J. und A. Rubinstein (1994) A Course in Game Theory, The MIT Press, Cambridge, Massachusetts.
Peters, H. (2. Ed. 2015) Game Theory. A Multi-Leveled Approach, Springer-Verlag, Berlin.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 31-M20 Profilmodul Mikroökonomie II Profilmodul Mikroökonomie II | Fortgeschrittene Mikroökonomik | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Studieren ab 50 |