Das Christentum kann als „Erinnerungsreligion par excellence“ (Dietrich Neuhaus) bezeichnet werden. Seit Jahren haben Fragen nach Erinnerungskultur, dem „Kollektiven Gedächtnis“ oder „Erinnerungsorten“ Hochkonjunktur nicht nur in den Wissenschaften, sondern auch im Alltag unserer Gesellschaft. Ausdruck sind dafür z. B. die zahlreichen Feiern und Inszenierungen von Jubiläen. Im Seminar wird es zum einen eine kurze Einführung in verschiedene Ansätze kultureller Gedächtnistheorien geben und nach Techniken und Funktionen des kulturellen Gedächtnisses gefragt werden. Zum anderen sollen konkret verschiedene Erinnerungsorte des Christentums nähere Betrachtung finden: Neben ‚realen Orten‘ wie z. B. Bethlehem, Jerusalem, Rom, Wittenberg oder auch Bethel wird es auch um ‚übertragene Erinnerungsorte‘ gehen wie z. B. die Bibel, das Gesangbuch, das Pfarrhaus oder die Feste im Kirchenjahr. Geplant ist die aktive Mitarbeit der Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer durch die Übernahme einzelner Referate über die jeweiligen Erinnerungsorte.
Literaturvorschläge: Nicoals Pethes: Kulturwissenschaftliche Gedächtnistheorien zur Einführung. Hamburg 2008. Christoph Markschies und Hubert Wolf (Hrsg.) unter Mitarbeit von Barbara Schüler: Erinnerungsorte des Christentums. Mit 126 Abbildungen. München 2010.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Evangelische Theologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | KG Ic; KG II/1a; KG II/2a | 3 | |||
| Evangelische Theologie / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | KG Ic; KG II/2a | 3 | ||||
| Frauenstudien | (Einschreibung bis SoSe 2015) |
Geplant ist die aktive Mitarbeit der Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer durch die Übernahme einzelner Referate über die jeweiligen Erinnerungsorte.