300099 Migration, Geschlecht und soziale Ungleichheit (StGr) (SoSe 2012)

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Migration, Geschlecht und soziale Ungleichheit: Studiegruppe qualitaitv
Der komplexe Zusammenhang zwischen internationalen Migrationsprozessen, geschlechtsspezifischen Kategorisierungen und der Entstehung von sozialen Ungleichheiten wird sowohl in medialen, als auch in sozialwissenschaftlichen Debatten kontrovers diskutiert. Während mediale Diskursebene zum Teil viktimisierender Darstellungsweise folgt, die MigrantInnen als Opfer patriarchalen Herrschaftsordnungen darstellt, hat sich in sozialwissenschaftlichen Debatten ein komplexeres Argumentationsmuster etabliert. Insgesamt lassen sich hier mindestens drei theoretischen Perspektiven auf Migration, Geschlecht und soziale Ungleichheit unterscheiden. Erstens sind, nach wie vor, marxistisch orientierte Ansätze relevant, die Prozesse der Ausbeutung auf Grundlage der geschlechtsspezifischen Kategorisierungen hervorheben (z.B. das Konzept der globalen Betreuungsketten). Zweitens werden zunehmend Ansätze populär, die ungleichheitsgenerierende Effekte der Kategorie Geschlecht in Wechselwirkung mit Kategorien, wie Ethnizität, Schicht, Alter etc. betrachten (z.B. der Intersektionalitätsansatz). Die daran anschließende migrationssoziologische Forschung legt stärkeren Wert auf die Mehrdimensionalität von Ungleichheitsproduktion. Drittens entstanden im Rahmen poststrukturalistischer Sozialtheorien Ansätze und Perspektiven, die Eindeutigkeit der geschlechtsspezifischen Kategorisierungen in Frage stellen (z.B. Queer Theory). Diese theoretische Perspektive berücksichtigt die Kategorie sexuelle Orientierung als relevant für Prozesse der Ungleichheitsproduktion.
Insgesamt verfolgt die qualitative Studiengruppe drei Ziele. Erstens sollen die oben genannten Theorieansätze vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Zweitens sollen auf der Grundlage der diskutierten Theorien durch die Studierenden eigene Mini-Studien durchgeführt werden. Deshalb wird, drittens, im Verlauf des Seminars ein strukturierter Einblick in die qualitative Migrationsforschung gegeben. Hier werden Fragen, wie 1) Zugang zum Feld, 2) Erhebungs- und 3) Auswertungsmethoden, 4) Reflexion über die Rolle des Forschenden im Forschungsfeld vorgestellt. Die Ergebnisse der Mini-Studien sollen in zwei letzten Sitzungen des Seminars gemeinsam diskutiert und bewertet werden.

Requirements for participation, required level

Vorkenntnisse in Migrationsforschung sind vom Vorteil

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Subject assignments

Module Course Requirements  
25-IR Reflexive Inter-Culturalism Bereich 1: Theorien und Geschichte des interkulturellen Diskurses Study requirement
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- Ungraded examination Student information

The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.

Degree programme/academic programme Validity Variant Subdivision Status Semester LP  
Internationales in Studium und Lehre (Einschreibung bis SS 2011)   3 aktive Teilnahme individuelle Ergänzung  
Soziologie / Bachelor (Enrollment until SoSe 2011) Kernfach SG   2 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  

für 'Aktive Teilnahme': Kurzreferat plus Durchführung eigener Mini-Studie,
für 'Zusatzpunkte': Erstellung eines Essays

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Notes:
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Last update times:
Thursday, September 26, 2013 
Last update rooms:
Friday, March 30, 2012 
Type(s) / SWS (hours per week per semester)
study group (StGr) / 2
Department
Faculty of Sociology
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21684877