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300090 Geschichte des organisationssoziologischen Denkens (Ü) (SoSe 2012)

Inhalt, Kommentar

Die sozialwissenschaftliche Beschäftigung mit Organisationen und Prozessen des Organisierens hat viele Namen, u.a. Organisationsanalyse, Organisationstheorie und Organisationssoziologie. Die Begriffe sind nicht synonym verwendbar, sondern bezeichnen unterschiedliche Schwerpunkte. So ist die moderne Organisationstheorie ein interdisziplinäres Unternehmen, an dem die Organisationssoziologie vorrangig durch empirisch-deskriptive Untersuchungen beteiligt ist (Mayntz/Ziegler).

Diese empirisch-deskriptive Organisationssoziologie in ihrer heutigen Form hat eine etwa siebzigjährige Geschichte. Richard Scott hat die Disziplin einmal als „zerklüfteten Felsen“ bezeichnet, um auszudrücken, wie vielfältig und unübersichtlich sich der Stand der Forschung darstellt. Ihn in historischer Sicht zu systematisieren ist daher ein schwieriges Unterfangen. Im Seminar werden wir allerdings einen solchen Versuch unternehmen, indem wir danach fragen, welche empirischen Probleme die soziologische Forschung eigentlich zu einer bestimmten Zeit in besonderer Weise beschäftigten. Was waren jeweils die zentralen organisationsbezogenen Fragen, auf die Antworten gesucht wurden (Bonazzi)?

Dabei müssen wir jedoch notwendigerweise Schwerpunkte setzen, so dass wir im Rahmen des Seminars zwei „Erzählungen“ im Rahmen einer allgemeineren Geschichte organisationssoziologischen Denkens folgen werden:
Erstens – „Von der Bürokratietheorie zu einem allgemeinen soziologischen Organisationsbegriff“ (1940er bis 1960er). Zweitens – „Von der Problematisierung organisatorischer Ungewißheit zu Theorien autonomer Organisation“ (1950er bis 1980er).

Wenn Sie diese Übung besuchen, lernen Sie zum einen kennen, wie kontrovers und problembehaftet organisationssoziologische Forschung sich mit ihrem Gegenstand auseinandergesetzt hat. Zum anderen können Sie sich vertiefend mit Schlüsselkonzepten der Organisationssoziologie auseinandersetzen, wobei wir immer wieder die Frage besprechen werden, wie Sie diese selbst für eine eigene Organisationsanalyse (Hausarbeit, Abschlussarbeit) nutzen können.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Lesebereitschaft, Diskussionsfreude, Aufgeschlossenheit für die Argumente anderer, Grundkenntnisse in soziologischen Theorien.

Literaturangaben

Wir werden Originaltexte lesen, wovon etwa die Hälfte englischsprachig ist.

Zur Vorbereitung lohnt es sich, mal

Bonazzi, Giuseppe. 2007. Geschichte des organisatorischen Denkens. Herausgegeben von Veronika Tacke. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften (UB 12 HW100 B699).

und

Türk, Klaus. 2000. Hauptwerke der Organisationstheorie. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag (UB: 12 HW079 H3O6).

durchzublättern und einige Kapitel oder Buchbesprechungen, die aus Ihrer Sicht interessant klingen, anzulesen. Merken Sie, dass Sie davon nichts anspricht, sind Sie in diesem Kurs falsch.

Lehrende

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
30-M23 Fachmodul Organisation I Seminar 2 Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
30-M32 Fachmodul Organisation II (erweitert) Problemfeldanalyse oder Vertiefungsseminar Studienleistung
Studieninformation
Vertiefungsseminar Studienleistung
Studieninformation
veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015)    
Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom (Einschreibung bis SoSe 2008) G.S.3; G.S.4 Wahl  
Politikwissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Fachmodul (FM) Org Wahl 4 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  
Sozialwissenschaften / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Fachmodul (FM) Org Wahl 4 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  
Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2008) Fachmodul 19.3 Wahl 3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2014) Fachmodul (FM) Org Wahl 4 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  
Sozialwissenschaften GymGe Fortsetzung BA-Nebenfach / Master of Education (Einschreibung bis SoSe 2008) Fachmodul 19.3 Wahl 3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach SpeSoz2.a Wahlpflicht 3  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Fachmodul (FM) Org Wahl 4 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach SpeSoz1; SpeSoz2.b Wahlpflicht 3 (bei Einzelleistung 2 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) KF: Fachmodul 2 Wahl 3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) NF: Fachmodul 2 Wahl 3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) vNF: Modul A    
Soziologie / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2008) vNF: Fachmodul 2 Wahl 3 (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich)  
Konkretisierung der Anforderungen

Grundsätzlich
Regelmäßige körperliche und geistige Anwesenheit, Lektüre der erforderlichen Literatur zu jeder Sitzung, Memos zu mindestens acht Texten, die für die Sitzungen vorbereitet werden müssen.

Zusätzlich für eine benotete Einzelleistung
Sie verfassen eine Hausarbeit zu einer Frage, die wir im Rahmen des Seminars diskutieren bzw. die einen Seminarbezug hat. Ihre Texte sollten problemorientiert, anschaulich und argumentativ sein. Wählen Sie Ihre Frage sehr bewusst – eine gute Frage wird Sie beim Schreiben inspirieren. Ich unterstütze Sie gerne bei der Themenfindung und der Erarbeitung Ihres Texts. Sprechen Sie mich dazu ruhig an.
Noch ein Wort zum Umfang: Sie werden es schwer haben, etwas Substantielles in weniger als 4.000 Wörtern auszudrücken. Falls Sie demgegenüber 8.000 Wörter überschreiten, werden Sie selbst den aufgeschlossensten Leser langweilen.

Obligatorische Termine

Bis 1.06.
Schreiben Sie ein bis zwei Absätze dazu, worüber Sie gerne Ihre Hausarbeit schreiben möchten, und schicken Sie mir den Text per E-Mail zu.

Bis 29.06.
Reichen Sie ein Kurzexposé Ihrer geplanten Hausarbeit ein. Ein bis zwei Seiten genügen. Sie können sich dafür gerne am Format des so genannten Sechszeilers orientieren.

Bis 13.07.
Diskutieren Sie Ihr Kurzexposé mit mir während meiner Sprechstunde.

Bis 30.09.
Geben Sie Ihre fertige Hausarbeit spätestens an diesem Termin ab. Ein Tipp: Stellen Sie den Text bereits einige Tage früher fertig und lassen Sie ihn für einige Zeit liegen. Wenn Sie ihn dann noch einmal zur Hand nehmen, haben Sie in der Regel einen besseren Blick für Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sowie für den „roten Faden“, den Sie dann noch einmal „straffen“ können.
Übrigens: Arbeiten, die auf einer beliebigen Seite mehr als fünf Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler aufweisen, gebe ich direkt zur Überarbeitung zurück.

Bis 30.11.
Wir besprechen Ihre Hausarbeit und Ihr Ergebnis in der Sprechstunde.

Lernraum
Teilnehmer*innen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges