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220057 Die Stadt in der Geschichte (10.-20. Jahrhundert) (GK I) (SoSe 2020)

Inhalt, Kommentar

Zu den Grundkursen MA/FNZ-Moderne findet in den Wochen vor Semesterbeginn ein verbindliches Platzverteilungsverfahren statt. Dieses Verfahren wird auch in diesem Semester durchgeführt, obwohl der Semesterbeginn verschoben wurde und die Veranstaltungen weitgehend mit Methoden des „Distant Learning“ durchgeführt werden müssen. Sie werden gebeten, bis Donnerstag, 16.04.2020, 18:00 Uhr, Ihre Prioritäten bei der Wahl eines der Grundkursangebote in einer online-Datenbank einzutragen. Sie erreichen die Datenbank unter folgender Adresse:
http://129.70.216.16/fmi/webd/Grundkursanmeldung_SS20
Bitte bearbeiten Sie die Datenbank an einem PC. Eine Bearbeitung per Tablet oder Smartphone mit touch-Bedingung führt häufig zu fehlerhafter Datenerfassung.
Weiterführende Hinweise zum Verteilungsverfahren finden Sie unter
http://www.uni-bielefeld.de/geschichte/studium/downloads/Erlaeuterungen_Platzvergabe_GK.pdf

Die Stadt gilt sowohl in der historischen wie soziologischen Forschung als Laboratorium der Moderne. Sie scheint dem Land gegenüber sowohl hinsichtlich ihrer ökonomischen wie sozialen Errungenschaften weit voraus. ‚Die Stadt‘ ist zudem eng mit dem Begriff der Freiheit verknüpft, und dies auf zweifache Weise: Vom Hochmittelalter (10.-12. Jahrhundert) bis ins 18. Jahrhundert hinein gilt sie, so die dominante Erzählung der historischen Forschung, als Ort relativer Freiheit in einer ansonsten feudalen, adeligen Welt. Im 19. und 20. Jahrhundert verspricht die Stadt von den sozialen Zwängen und der Enge des Dorfes zu befreien. Allerdings gibt es natürlich, vor allem in der Literatur, auch den Gegenentwurf: Die Stadt als anonymer, kalter Molloch, als Ort der Sünde.

Das Seminar stellt diese (und andere) Erzählungen über die Stadt in einer historischen Langzeitperspektive auf den Prüfstand. Gefragt wird insbesondere danach, ob und wie man den Begriff ‚Stadt‘ historisieren kann. Ist jede Konzentration von Menschen auf engem Raum ‚Stadt‘? Hat eine solche Konzentration im 15. Jahrhundert wie im 20. Jahrhundert die gleichen oder zumindest ähnliche Konsequenzen für die Aufbau und die Verwaltung solcher Gemeinwesen? Wie gestaltete sich das Leben der Menschen zu unterschiedlichen Zeiten in diesen Verdichtungsräumen? Sind ‚Freiheit‘ oder ‚Sündenbabel‘ wirklich die adäquaten Begriffe, mit dem das Phänomen ‚Stadt‘ erfasst werden kann.

Die Seminarleiter erwarten unbedingt regelmäßige Teilnahme an der Veranstaltung, da erfahrungsgemäß die geforderten Leistungen sonst kaum erbracht werden können. Näheres wird in den ersten Sitzungen bekannt gegeben.

Literaturangaben

Literatur (weitere Literatur wird in den ersten Sitzungen gegeben):

Isenmann, Eberhard, Die deutsche Stadt im Mittelalter (1150-1550). Stadtgestalt, Recht, Verfassung, Stadtregiment, Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft, Wien u.a. 2014.

Sohn, Andreas und Weber, Hermann (Hgg.), Hauptstädte und Global Cities an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, (Herausforderungen 9), Bochum 2000

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Fr 10:00-13:00 V2-213 06.04.2020-17.07.2020

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-1.2_b Grundmodul Mittelalter/ Frühe Neuzeit - Moderne Grundkurs Mittelalter/Frühe Neuzeit - Moderne Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
unbenotete Prüfungsleistung
Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
Teilnehmer*innen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges