Bei der Apocolocyntosis handelt es sich um jenes kleine Pasquill, das Seneca auf den am 13. Oktober 54 n. Chr. durch Gift ermordeten und anschließend vergöttlichten Kaiser Claudius verfaßte. Senecas spottdurchglühte Schmähschrift auf Tod, Himmel- und Höllenfahrt des Claudius, die zweifellos unmittelbar nach dem Ableben und der Apotheose des Kaisers verfaßt wurde, war die Palinodie auf den offiziellen Staatsakt, zumal auf die ebenfalls von Seneca verfaßte offizielle laudatio funebris. Die Apocolocyntosis war dazu bestimmt, "den offiziellen Akt der Vergötterung gleichsam auszulöschen" (Ribbeck).
Basis-Module 1-3 des Latein-Studiengangs.
Zugrunde gelegt wird die Textausgabe von P.T. Eden (ed.), Seneca: Apocolocyntosis, Cambridge University Press 1984 (Nachdrucke).
Regelmäßige und aktive Teilnahme. Im Kontext der aktiven Teilnahme wird die gründliche Vorbereitung der jeweils zu lesenden Textabschnitte erwartet. Einzelleistungen sind (nach den Angaben des Modulhandbuches) möglich und werden persönlich abgesprochen.