Zeit ist in vielen Religionen – ebenso wie Raum – nicht nur ein quantitativer Faktor wie in der modernen säkularen Welt, sondern ihr kommt qualitative Bedeutung zu. Sie hat an sich einen eigenständigen Wert und eine Qualität. In diese Zeit hinein gestalten sich Religionen ihren Kalender. In dieser Vorlesung geht es zum einen darum, der historischen Gestaltung dieses Kalenders über die Geschichte hinweg in Judentum, Christentum und Islam zu folgen. Der andere, wesentlichere Punkt liegt in der Aufarbeitung des inneren Zusammenhangs dieser Festkalender in den genannten Religionen. Es zeigt sich auf diese Weise nicht nur eine Abfolge von Feiern mit je spezifischer Bedeutung, sondern eine innere Systematik, die zum Verständnis der jeweiligen Religionen und ihren Religionsformen führt. Es wird weiterhin gezeigt, inwiefern eine „Theologisierung“ des Kalenders im Laufe der Geschichte über die Religionsgrenzen hinweg vorgenommen wurde. Es wird von den Hörenden erwartet, sich auch (und vor allem) auf die theologische Komponente dieser Feste (und damit ihrem Sinn) einzulassen. Eine eigenständige Beschäftigung mit jeweiligen Festinhalten während der VL wird dem Verständnis des Vorgetragenen förderlich sein.
Literatur:
(für das Judentum) L. Trepp, Der jüdische Gottesdienst, Stuttgart 1990
(für das Christentum) K.-H. Bieritz, Das Kirchenjahr, München (verschiedene Auflagen)
(für den Islam) A. Schimmel, Das islamische Jahr, München 2001
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Evangelische Theologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | AT Ia; AT II/1a; AT II/2a; NT Ia; NT II/1a | 2 | |||
| Evangelische Theologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | NT II/2a; RW a | 2 | |||
| Evangelische Theologie / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | AT Ia; AT II/2a; NT Ia; NT II/2a; RW a | 2 | ||||
| Studieren ab 50 |
Wird die Veranstaltung im Profilmodul, im Modul RW für GHR-Nebenfach oder im RW-Modul im MA belegt, MUSS ein dritter Leistungspunkt erworben werden!
Für den dritten Leistungspunkt wird u. a. eine Klausur angeboten.