In allen modernen Gesellschaften leben Menschen zusammen, die eine Vielzahl unterschiedlicher religiöser und moralischer Auffassungen vertreten. Angesichts der tiefgreifenden Konflikte, die das „Faktum des Pluralismus“ mit sich bringt, stellt sich die Frage, welche normativen Prinzipien die Bürger als Grundlage ihrer sozialen Institutionen akzeptieren können. Im Seminar soll der Lösungsvorschlag, den John Rawls in seiner 1993 publizierten Schrift „Political Liberalism“ unterbreitet hat, gemeinsam untersucht und erörtert werden. Das inzwischen auf Deutsch vorliegende Buch ist aus einer Reihe von Aufsätzen hervorgegangen, die Rawls im Anschluss an sein 1971 erschienenes Hauptwerk „A Theory of Justice“ verfasst hat. Für die aktuellen politiktheoretischen Diskussionen um staatliche Neutralität, Einwanderung und Integration oder religiöse Toleranz – um nur einige Beispiel zu nennen – spielen die Überlegungen von Rawls eine zentrale Rolle.
Von den Teilnehmern wird die Bereitschaft zur regelmäßigen Teilnahme und Lektüre der zu den Sitzungen vorzubereitenden Textabschnitte erwartet. Vorkenntnisse zu John Rawls‘ Theorie der Gerechtigkeit sind hilfreich, aber für den Besuch der Veranstaltung nicht zwingend erforderlich.
Bachelorstudenten, die über grundlegende Kenntnisse im Bereich der Medizinethik verfügen, können nach persönlicher Absprache zugelassen werden.
John Rawls, Politischer Liberalismus, Frankfurt am Main, 1998 (Suhrkamp).
Zur Einführung: Wilfried Hinsch, Politischer Konsens in einer streitbaren Welt, in: Philosophische Gesellschaft Bad Homburg und W. Hinsch (Hrsg.), Zur Idee des politischen Liberalismus. John Rawls in der Diskussion, Frankfurt am Main, 1997 (Suhrkamp), S. 9-38.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Philosophie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | N10 GES-TH | 4 | |||
| Philosophie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | N5 HM PP PR; N8 HM SB PGES | 2 | |||
| Philosophie (Gym/Ge als zweites U-Fach) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | N5 HM PP PR; N8 HM SB PGES | 2 | ||||
| Philosophie (Gym/Ge als zweites U-Fach) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | N10 GES-TH | 4 | ||||
| Philosophie (HR) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | N5 HM PP PR | 2 | ||||
| Politikwissenschaft / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2009) | 3.4a | |||||
| Studieren ab 50 |
Voraussetzung für die Vergabe von 2 Leistungspunkten (BA- und MA ed.-Studiengang) ist die regelmäßige und aktive Teilnahme sowie das Erbringen des schriftlichen oder mündlichen Beitrags im Umfang von maximal 1200 Wörtern für das Modulportfolio, auf dem die unbenotete Moduleinzelleistung beruht. Die Anforderungen für den Modulportfolio-Beitrag werden zu Veranstaltungsbeginn bekannt gegeben.