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230417 "Un poème c'est bien peu de chose..." - die französische Lyrik im Wandel der Zeit (S) (WiSe 2019/2020)

Inhalt, Kommentar

Einzigartig sind die Forderungen, die an ein lyrisches Kunstwerk gestellt werden: auf engstem Raum will eine Vielzahl von formalen Vorgaben und Traditionen beachtet und respektiert werden (vom Metrum bis zur Silbenzählung, vom Reimschema bis zum Klangbild); in semantischer und rhetorischer Hinsicht wird die Sprache zu einem Materialfundus, aus dem es im höchsten Bewusstsein von Denotation und Konnotation auszuwählen gilt – und nicht zuletzt soll der entstehende Text auch noch eine inhaltliche Aussage von Wert transportieren, dies gerne auch in Anspielung auf bzw. Auseinandersetzung mit literarhistorischen oder gesellschaftlichen Diskussionen.

Auch wenn die Gattung der Lyrik heute zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung von der erzählenden Dichtung weitgehend verdrängt worden ist und die Zeiten, in denen Literaturschaffende in erster Linie Dichter und Poeten waren, schon länger zurückliegen, blickt gerade die französischsprachige Literatur auf eine lange und überaus produktive Tradition lyrischen Schaffens zurück, die es zu entdecken und zu würdigen gilt.

Ziel des Seminars ist es zunächst, im Rahmen konkreter Einzelanalysen grundlegende Ansätze der Gedichtanalyse zu erarbeiten bzw. zu vertiefen und den Blick für die Kunstfertigkeit lyrischen Schaffens zu schärfen. Gleichzeitig gilt es, mit Epochen und Strömungen vertraut zu machen, in denen die Lyrik eine zentrale Rolle gespielt hat (von der Troubadourdichtung über die Renaissance, die Romantik und den Symbolismus bis hin zu avantgardistischen Formen des 20. Jahrhunderts wie der konkreten Poesie (Bildgedichte) oder der "potentiellen Literatur" (OULIPO)). Die Schwerpunktsetzung wird dabei auch vom Interesse der SeminarteilnehmerInnen mitbestimmt werden.

Mit Blick auf die Lehramtsstudierenden unter den TeilnehmerInnen soll schlussendlich auch der Frage Raum gegeben werden, in welcher Form und mit welcher Zielsetzung die Vermittlung von lyrischen Texten im Rahmen des schulischen (Fremdsprachen)Unterrichts zum Einsatz kommen und gewinnbringend durchgeführt werden kann.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Da die Veranstaltung auch für den BA Literaturwissenschaft geöffnet ist, werden wir die Texte (auch) in der deutschen Übersetzung anschauen. Voraussetzung sind dennoch zumindest Grundkenntnisse der französischen Sprache (Niveau mindestens A2), ohne die die Lektüre lyrischer Texte auch wenig Sinn ergeben würde.

Literaturangaben

Die zu lesenden Texte werden zu Beginn des Semesters bekanntgegeben und im Lernraum bereitgestellt.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Mi 12-14 T2-233 07.10.2019-31.01.2020
nicht am: 25.12.19 / 01.01.20

Klausuren

  • Keine gefunden

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
23-LIT-LitP1 Literaturgeschichte in vergleichender Perspektive Europäische Literaturgeschichte: Werke und Gattungen Studienleistung
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Literaturgeschichtsschreibung: Epochen, Kanon und Tradition Studienleistung
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Rezeptionsgeschichte Studienleistung
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Seminar mit Lektüreschwerpunkt Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
23-LIT-LitP2 Vergleichende Literaturwissenschaft Intertextualität und Übersetzung Studienleistung
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Komparatistik Studienleistung
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Seminar mit Lektüreschwerpunkt Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation
23-ROM-B3-F Profilmodul Literaturwissenschaft Französisch Autor/innen - Werke - Gattungen Studienleistung
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Literatur im kulturellen Kontext Studienleistung
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veranstaltungsübergreifend benotete Prüfungsleistung Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen

Voraussetzung zur Vergabe einer Studienleistung ist eine regelmäßige und aktive Teilnahme, zu der auch die Übernahme eines Referates oder eines Protokolls sowie die Mitarbeit an verschiedenen Gruppenarbeitsphasen gehört. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine modulbezogene benotete Einzelleistung (Hausarbeit, Portfolio, mündliche Prüfung) zu erbringen.

Lernraum
TeilnehmerInnen
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