Das Seminar führt in die Ästhetik und in die Geschichte des Hörspiels ein, das in den ersten Nachkriegsjahren eine Blütezeit erlebte. Es etablierte sich rasch als eine bedeutende, eigenständige Kunstform, die ein hohes Publikumsinteresse auf sich zog. Ziel des Seminars ist es, an ausgewählten Beispielen die radiophonen ästhetischen Verfahren, die technischen Mittel, Wirkungen sowie die Medienspezifik (in Abgrenzung etwa zu Theater und Musik) der „akustischen Bühne“ zu untersuchen und zu deuten. Erprobt werden die Zugriffe und Kontextualisierungen an Beispielen aus den Jahren 1947 bis 1970, die wir gemeinsam im Seminar hören werden: Wolfgang Borchert, Ernst Schnabel, Günter Eich, Max Ophüls, Ilse Aichinger, Martin Walser, Heinrich Böll, Ingeborg Bachmann, Wolfgang Hildesheimer, Marie Luise Kaschnitz, Peter Handke und Arno Schmidt.
Geplant ist ein gemeinsamer Besuch der WDR-Hörspielstudios.
Schneider, Irmela: „Fast alle haben vom Rundfunk gelebt.“ Hörspiele der 50er Jahre als literarische Formen. In: Fetscher, Justus (Hrsg.): Die Gruppe 47 in der Bundesrepublik. Würzburg 1991, S. 203–217.
Bräutigam, Thomas: Hörspiel-Lexikon. Konstanz 2005.
Rinke, Günter: Das Pophörspiel. Definition – Funktion – Typologie. Bielefeld 2017.
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period | |
|---|---|---|---|---|---|
| weekly | Mo | 14-16 | T7-138 | 07.10.2019-31.01.2020
not on: 12/23/19 / 12/30/19 |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.