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250333 Geschichte und Konzept queer-feministischer Mädchen*arbeit (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Queer-feministische Mädchen*arbeit ist mit ihrem Anliegen, geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in ihrer Pädagogik zu berücksichtigen, ein Widerspruch in sich: sie bezieht sich auf eine Kategorie, die sie in ihrem normierenden Charakter überwinden will. Sie kommt aber ohne die Benennung nicht aus, weil nur diese Benennung den machtkritischen und auch solidarisierenden Bezug darauf möglich macht und damit auch die Bedingung für Widerstand, Veränderung und Verschiebung der Verhältnisse darstellt. Gleichzeitig reproduziert und verfestigt die Mädchen(*)arbeit durch die stetige Wiederholung der Kategorie diese und produziert hierdurch immer wieder auch Ausschlüsse. Als eine Strategie, die einen Umgang mit diesem Dilemma sucht, kann die Verwendung des Sternchens „*“, gesehen werden, das die Unbestimmbarkeit von Mädchen* symbolisiert. In diesem Zusammenhang spielt und spielte die "Raumplanung" in der Mädchen(*)arbeit stets eine entscheidende Rolle. So war und ist das Prinzip des geschlechterhomogenen Raums stets ein fester Orientierungspunkt innerhalb von Konzepten zur Mädchen(*)arbeit. Wie aber kann dieses Prinzip gedacht werden, wenn eine geschlechtliche Binarität in Frage gestellt wird? Räume können zwar pädagogisch deklariert, ausgestattet und „bespielt“ werden, aber – selbst wenn der Begriff „Mädchen“ Homogenität suggeriert - sind Identitäten und sexuelle Begehren derer, die die Räume aufsuchen, immer auch vielfältiger und vielleicht auch ungewiss. Im Seminar sollen theoriegeschichtlich zunächst die feministische Pädagogik untersucht, im nächsten Schritt die dekonstruktivistische Kritik an einem einfachen Bezug auf "Mädchen" nachvollzogen und dann queer-feministische Weiterentwicklungen der Mädchen*arbeit diskutiert werden. Im letzten Teil des Seminars ist die Zusammenarbeit mit dem mosaik-Treff für lesbisch-queere Mädchen* und junge Frauen* des Mädchentreffs Bielefeld geplant.

In dieser Veranstaltung findet ein Platzvergabeverfahren statt. Bitte informieren Sie sich hier über den Ablauf: http://www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft/bie/faq.html

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Lust an Text- und Quellenstudium, Interesse an erziehungswissenschaftlichen Grundfragen, Interesse an Theoriediskussionen, Bereitschaft, sich selbstreflexiv mit Geschlechterfragen zu beschäftigen, Beteiligung an Gruppenarbeiten und interaktiven Übungen

Literaturangaben

Busche, Mart; Maikowski, Laura; Pohlkamp, Ines; Wesemüller, Ellen (Hg.) (2010): Feministische Mädchenarbeit weiterdenken. Zur Aktualität einer bildungspolitischen Praxis. Bielefeld: transcript (Gender studies);
Hartmann, Jutta; Messerschmidt, Astrid; Thon, Christine (Hg.) (2017): Jahrbuch Frauen- und Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft / Queertheoretische Perspektiven auf Bildung. Pädagogische Kritik der Heteronormativität. 1st ed. Leverkusen-Opladen: Budrich Barbara.

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Mo 16-18 U2-223 01.04.2019-12.07.2019
nicht am: 22.04.19 / 10.06.19

Klausuren

  • Keine gefunden

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
25-BE-IndiErg3_a IndiErg: Bildung und Didaktik E1: Bildung: Theorien und Institutionen Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
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E3: Bildung: Theorien und Institutionen oder Didaktische Modelle und Lernräume Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
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25-BE11 Abschlussmodul E1: Seminar Studienleistung
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25-BE8 Bildung: Theorien und Institutionen E1: Bildungstheorie und -geschichte Studienleistung
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25-FS-BE8 Bildung: Theorien und Institutionen E1: Bildungstheorie und -geschichte Studienleistung
unbenotete Prüfungsleistung
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25-UFP2 Institutionen des Bildungs- und Erziehungswesens E2: Bildungs- und Schultheorien Studienleistung
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25-UFP2_a Institutionen des Bildungs- und Erziehungswesens E2: Bildungs- und Schultheorien Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
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30-MGS-3 Hauptmodul 2: Sozialisation und Bildung Seminar 1 Studienleistung
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Seminar 2 Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Studiengang/-angebot Gültigkeit Variante Untergliederung Status Sem. LP  
Geschlechterforschung in der Lehre    
Studieren ab 50    
Konkretisierung der Anforderungen

Prüfungsleistung: Vorbereitung einer Seminarsitzung anhand der jeweiligen Literatur unter Einbeziehung weiterer empirisch-wissenschaftlicher, literarischer oder filmischer Veranschaulichungen oder Hausarbeit; Studienleistung: Sitzungsprotokoll oder Zusammenfassung eines Textes oder Verfassen eines Essays

Lernraum
TeilnehmerInnen
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Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges