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230342 Kontrastive Grammatik: Deutsch-türkischer Sprachvergleich (S) (SoSe 2019)

Inhalt, Kommentar

Das deutsche Sprachsystem soll in diesem Seminar aus kontrastiver Sicht analysiert werden, indem Strukturen von zwei verschiedenen Sprachsystemen wie das Deutsche und das Tür¬kische miteinander verglichen werden. Der Sprachvergleich ist für das Erschließen des Sprach¬¬systems des Deutschen von großer Bedeutung und dient zur Sprachbewusstheit. Ferner dient der Sprachvergleich dazu, bei der Fremdsprachenvermittlung Deutsch als Fremdsprache von der Perspektive der Lerner betrachten zu können, indem das muttersprachliche Sprach¬system (Türkisch) der Deutschlernenden einbezogen wird. Der Fokus liegt auf Morphologie und Syntax. Durch den Sprachvergleich können angehende FremdsprachenlehrInnen die Be¬son¬derheiten der zu vermittelten Sprache erkennen und rekonstruieren und diese dann auch zielgerichtet vermitteln. Die Förderung der Sprachbewusstheit durch Sprachvergleich sowohl bei Lehrenden wie auch bei Lernenden steht somit im Mittelpunkt. Deutsch ist eine flektie¬ren¬de Sprache, Türkisch dagegen eine agglutinierende Sprache und beide Sprachen verfügen über einen unterschiedlichen Sprachbau. Ein Beispiel für die Divergenz wären die Artikeln im Deutschen, die diverse Funktionen haben und das Genus, Kasus, Numerus des Substantivs mar¬kieren und die Definitheit / Indefinitheit bestimmen. Eine artikellose Sprache wie das Tür¬kische erfüllt diese Funktionen mit diversen Formen, vor allem durch Suffixe. Ein weiteres Bei¬spiel ist der Gebrauch von Präpositionen im Deutschen. Die Präpositionen im Deutschen (nach Deutschland, in die Türkei, in die / zur Schule), die hauptsächlich den Kasussuffixen im Türkischen entsprechen (Almanya’ya, Türkiye’ye, okula) können nicht beliebig gebraucht wer¬den. Auch die Adjektivdeklination im Deutschen variiert je nach Genus, Kasus, Numerus, wobei es im Türkischen keine Adjektivdeklination gibt. Verbstellungen im Deutschen ändern sich je nach Satzart, im Türkischen dagegen handelt es sich unabhängig von der Satzart nur um eine Verbendstellung. Durch kontrastive Analysen und Beispiele werden verschiedene Sprach¬systeme erfasst und vor allem das zu vermittelnde Sprachsystem mit ihren Strukturen, Formen und Funktionen aus einer anderen Perspektive betrachtet. Im Seminar sollen ferner Text¬beispiele von türkischen Deutschlernenden analysiert und für die Vermittlung Deutsch als Fremdsprache theoretisch und praxisrelevante Elemente herausgearbeitet werden, die dann aus der sprachvergleichenden Perspektive didaktisch erarbeitet werden.

Literaturangaben

Ahrenholz, Bernt / Oomen-Welke, Ingelore (Hrsg.) (2010): Deutsch als Zweitsprache. 2. Korri-gierte und überarbeitete Auflage. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren. (33-48).
Balcı, Tahir (2009): Grundzüge der türkisch-deutschen kontrastiven Grammatik. Adana: Ulusoy Matbaası.
Harden, Theo (2006): Angewandte Linguistik und Fremdsprachendidaktik. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
Helbig, Gerhard / Buscha, Joachim (1994): Deutsche Grammatik. Ein Handbuch für den Ausländerunterricht. Leipzig - Berlin u.a.: Langenscheidt.
Uzuntaş, Aysel: Deutsch-Türkisch vergleichende Grammatik (nicht veröffentlichtes Skript).

Lehrende

Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Mi 14-16 C01-258 01.04.2019-12.07.2019
nicht am: 01.05.19

Klausuren

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
23-DAF-M2 Angewandte Linguistik Vertiefungsseminar Linguistik Studienleistung
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
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