Migrationsbewegungen und transkulturelle Verflechtungen mit den sie begleitenden Phänomenen wie Mehrfachidentitäten oder Sprachmischungen sind längst keine Randerscheinungen mehr, sondern bestimmen den öffentlichen Diskurs ebenso wie den literarischen Kanon. Die deutschsprachige Literatur wird seit geraumer Zeit maßgeblich von AutorInnen osteuropäischer Herkunft mitbestimmt: Die Rede ist von einem „Eastern Turn“ bzw. einer „Osterweiterung“ der deutschen Gegenwartsliteratur. Die Texte von AutorInnen mit osteuropäischem Migrationshintergrund sind ein wichtiges Feld ästhetischer Innovation geworden und sie bringen einen anderen Gedächtnis- und Erfahrungsraum in die deutschsprachige Literatur ein.
Im Seminar werden ausgewählte Prosatexte von Terézia Mora, Zsuzsa Bánk, Melinda Nadj Abonji und Ilma Rakusa gelesen und auf die Verbindung von ästhetischen Verfahren mit der transkulturellen Konstellation hin befragt. Die Auseinandersetzung mit den Texten soll einen produktiven Ausgangspunkt für die Diskussion von Migration und In- bzw. Exklusion, dem Ost-West-Beziehungsgeflecht und verschiedenen Facetten von Fremdheit bieten.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschlechterforschung in der Lehre |