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220086 Europa in Westfalen. Spurensuche in Bielefelder Baudenkmalen (PjS) (SoSe 2018)

Inhalt, Kommentar

In der jüngeren Vergangenheit hatte der europäische Gedanke in einigen europäischen Ländern einen schweren Stand. Längst nicht alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union verhalten sich pro-europäisch. Einige wenige Länder sehen die EU nicht als Solidar- und Wertegemeinschaft, sondern allenfalls als wirtschaftliche Macht, von der es, z. B. bei der Umsetzung eigener Infrastrukturvorhaben, zu profitieren gilt.
Viel zu selten wird realisiert, dass die eigene Geschichte, bis hinunter auf die regionalen und lokalen Ebenen, ohne den europäischen Bezugsrahmen kaum denkbar ist und dass Überlegungen zur wechselseitigen Abschottung von Nationalstaaten geradezu absurd sind. Solche Einsichten lassen sich gewinnen, wenn man z.B. lokale Denkmalbestände auf ihren „europäischen Gehalt“ hin untersucht.
In Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen, werden wir im Projektseminar das „Europäische“ an Bielefelder Baudenkmalen herausarbeiten. Neben der Sparrenburg, die von einem Schwager des englischen Königs Heinrich VIII. begonnen, von einem italienischen Festungsbaumeister ausgebaut und im 30jährigen Krieg von holländischen, spanischen, schwedischen und französischen Truppen besetzt wurde, verweisen auch die Baupläne bzw. die ersten Maschinen der Ravensberger Spinnerei auf englische und irische Ursprünge. Das Baudenkmal der Radrennbahn ist eng mit der Bielefelder Fahrradindustrie verknüpft, die ohne den Austausch mit britischem Know how in ihrer beeindruckenden Größenordnung kaum denkbar gewesen wäre.
Wenngleich es sich bei dem Projektseminar um eine zweisemestrige Veranstaltung handelt, werden wir bereits am 25. Oktober 2018 im Rahmen der Veranstaltungen zum Europäischen Kulturerbejahr auf der Sparrenburg erste Zwischenergebnisse vorstellen. Die nach zwei Semestern von uns erarbeiteten Endergebnisse zu den voraussichtlich drei Bielefelder Baudenkmalen werden schließlich vom Arbeitsbereich Fachdidaktik zu einer Unterrichtsreihe für die Sekundarstufen weiterentwickelt.
Da die Veranstaltung über zwei Semester als Alternative zu einem außeruniversitärem Praktikum und der dazugehörigen Übung anzusehen ist, deckt sie das Modul „Geschichte und Öffentlichkeit“ im wissenschaftlichen Profil des Bachelor vollständig ab.

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Interessierte Studierende werden gebeten, vorab einmal in die Sprechstunde des Veranstalters zu kommen.

Literaturangaben

Ein Semesterapparat wird aufgebaut!

Lehrende

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Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
22-2.5 Modul Geschichte und Öffentlichkeit Übung Geschichte und Öffentlichkeit Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.

Konkretisierung der Anforderungen
Keine Konkretisierungen vorhanden
Lernraum
Teilnehmer*innen
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Sonstiges