Anknüpfend an alttestamentlich-jüdische Überlieferungen, sind im Christentum Gottesliebe und Nächstenliebe von Anbeginn aufs Engste miteinander verknüpft.
Das hatte sogleich eminente Folgen für die Gestaltung der Gottesdienste, die Entstehung von Ämtern und das soziale Verhalten der Christen.
Zunächst wird in der Vorlesung die Entwicklung des diakonischen Handelns von der römischen Kaiserzeit bis zur Spätantike verfolgt. Danach führten die Zerstörung staatlicher Strukturen in der Völkerwanderung und die Germanisierung des Christentums zu tiefgehenden Umprägungen, die in den folgenden Jahrhunderten bestimmend bleiben sollten. Nachdem schon die europäische Stadtentwicklung und die religiöse Armutsbewegung im 12./13. Jh. tiefe Spuren hinterlassen hatte, brachte die Reformation einen Einschnitt, der durch die Gegenreformation beantwortet wurde. Nach dem Dreißigjährigen Krieg lassen sich ungeachtet der Konfessionsgrenzen überall in Europa unter Christen Neuansätze des sozialen Handelns beobachten. Hier wird der vorläufige Endpunkt gesetzt.
Mit den Herausforderungen der Moderne, die seit der zweiten Hälfte des 18. Jh. heraufzogen und sich im 19. und 20. Jahrhundert entfalteten, wird sich im kommenden Sommersemester, anschließend an diese Veranstaltung, die Hauptvorlesung Kirchengeschichte IV/2 beschäftigen.
Quellen:
Literaturhinweise:
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Evangelische Theologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | KG Ia; KG II/2a | 2 | |||
| Ev.Religionslehre / Lehramt Sekundarstufe II | C1 |