000019 Grundlinien der Dogmengeschichte (V) (SoSe 2004)

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Von Anfang an war das Christentum eine vielgestaltige Bewegung, die innere Klärung und Verteidigung gegen Anfeindungen von außen nötig hatte. So wurden schon in den ersten drei Jahrhunderten zahlreiche dogmatische Fragen kontrovers diskutiert und nicht selten dadurch gelöst, dass Sondergruppen als Irrlehrer aus dem christlichen Hauptstrom ausschieden. Dabei ging es z.B. um die Gültigkeit geistlicher Ämter, die Frage einer erneuten Buße, wenn nach Empfang der Taufe schwere Sünden begangen worden waren, oder um das Problem, ob denn der alttestamentliche Gott mit dem himmlischen Vater Jesus Christi identisch sei.
Nach dem Ende der staatlichen Verfolgungen, der offiziellen Zulassung der Christen als einer im römischen Reich erlaubten Religion (ab 312) und ihrem Aufstieg zur Staatsreligion (380) wuchs das Interesse der weltlichen Gewalt an einem einheitlichen Bekenntnis. Viele römischen Kaiser fungierten als Oberaufseher der Kirche ihres Reiches, als die Bischöfe zu klären begannen, ob und wie der Sohn Gottes eins sei mit dem Vater und wie sich der Heilige Geist zu beiden verhalte; auch die Frage, wie die göttlichen und menschlichen Eigenschaften Jesu theologisch zu denken seien und was das für Konsequenzen für seine Mutter Maria habe, waren von hoher Brisanz.
In der Vorlesung werden zentrale theologische Problemstellungen der Christenheit vorgestellt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Zeit bis zum Abschluss jener sieben ökumenischen Konzilien (Nicäa 325, Konstantinopel 381, Ephesus 431, Chalcedon 451, Konstantinopel 553 und 681, Nicäa 787), die heute von orthodoxen, römisch-katholischen und reformatorischen Kirchen anerkannt sind. Darüber hinaus sind Abschnitte vorgesehen zur Entwicklung im abendländischen Mittelalter und in der Reformation.

Bibliography

Basislektüre:

  • Manfred Jacobs, Das Christentum in der antiken Welt. Von der Frühkatholischen Kirche bis Kaiser Konstantin (Zugänge zur Kirchengeschichte 2), Göttingen 1982.
  • Ders., Die Reichskirche und ihre Dogmen. Von der Zeit Konstantins bis zum Niedergang des weströmischen Reiches (Zugänge zur Kirchengeschichte3), Göttingen 1987.

Weitere Quellen und Literatur:

  • Handbuch der Dogmen- und Theologiegeschichte, unter Mitarbeit von Gustav Adolf Benrath u.a., hg. von Carl Andresen, Bd. 1-3, ungekürzte Studienausgabe, Göttingen, Vandenhoeck und Ruprecht, 1988 u.ö., insbesondere Bd. 1, Erster bis Vierter Teil.
  • Henricus Denzinger et Adolphus Schönmetzer, Enchiridion symbolorum definicionum et declarationum de rebus fidei et morum, Freiburg im Breisgau 1965. [Lehrentscheidungen der römisch-katholischen Kirche], erweiterte deutsch-lateinische Fassung Freiburg 2001.

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