221007 Fremde und Fremdheit in der Antike (GK) (WiSe 2002/2003)

Kurzkommentar

Inhalt, Kommentar

Wie in anderen Gesellschaften, so ist auch in der Antike der Bezug zum "Anderen", die Abgrenzung des "Eigenen" vom "Fremden" Grundlage für die Ausbildung von Identität. Allerdings zeigen sich, je nach Raum, Zeit und Kulturordnung, deutliche Unterschiede darin, wie das Fremde erfahren und gedeutet wird. Die Bandbreite reicht dabei von der Bewunderung einer fremden Kultur, wie sie sich beispielsweise in dem Verhältnis der Römer zu den Griechen widerspiegelt, bis zur Wahrnehmung des Fremden als minderwertig oder bedrohlich, wie es in dem Barbarenbild in den Reden des Isokrates zum Ausdruck kommt. Die Konstruktion dieser Deutungsmuster, die Veränderungen, denen sie unterworfen waren und die Folgen, die sie auf den Umgang mit dem Fremden besaßen, sollen Gegenstand des Grundkurses sein.

Literaturangaben

Balsdon, J.P.V.D., Romans and Aliens, London 1979; Baslez, M.-F., L` étranger dans la Grèce antique, Paris 1984; Demandt, A. (Hg.), Mit Fremden leben, München 1995; Dihle, A., Die Griechen und die Fremden, München 1994; Koselleck, R., Zur historisch-politischen Semantik asymmetrischer Gegenbegriffe, in: H. Weinrich (Hg.), Positionen der Negativität, München 1975, 65-104; Müller, K.E., Das magische Universum der Identität, Frankfurt/M.,New York 1987; ders., Ethnicity, Ethnozentrismus und Essentialismus, in: Eßbach, W. (Hg.), wir/ihr/sie. Identität und Alterität in Theorie und Methode, Würzburg 2000, 317-343; Nippel, W., Griechen, Barbaren und "Wilde". Alte Geschichte und Sozialanthropologie, Frankfurt/M. 1990; Schuster, M. (Hg.), Die Begegnung mit dem Fremden, Stuttgart, Leipzig 1996; Simmel, G., Der Fremde (1908), in: ders., Das individuelle Gesetz, Frankfurt/M. 1987, 63-71; Timpe, D., Der Barbar als Nachbar; in: Ulf, Ch. (Hg.), Ideologie-Sport-Außenseiter. Aktuelle Aspekte einer Beschäftigung mit der Antiken Geschichte, Innsbruck 2000, 203-23

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Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015) Wahl GS und HS
Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015) Wahl GS und HS
Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015) Wahl GS und HS
Frauenstudien (Einschreibung bis SoSe 2015) Wahl GS und HS
Geschichte / Lehramt Sekundarstufe I A1; B2; B4 Wahlpflicht 1. 2. 3. 4. scheinfähig GS
Geschichte / Lehramt Sekundarstufe II A1; B2; B4 Wahlpflicht 1. 2. 3. 4. scheinfähig GS
Geschichtswissenschaft / Bachelor (Einschreibung bis SoSe 2011) Kern- und Nebenfach 1.2.2 Wahlpflicht 8 benotet GS
Geschichtswissenschaft (Hauptfach) / Magister Wahlpflicht 1. 2. 3. 4. scheinfähig GS
Geschichtswissenschaft (Nebenfach) / Magister Wahlpflicht 1. 2. 3. 4. scheinfähig GS
Sachunterr.Gesellschaftslehre / Lehramt Primarstufe Geschichte; B1; B4; B5 Wahlpflicht scheinfähig GS und HS

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Art(en) / SWS
Grundkurs (GK) / 3
Einrichtung
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie / Abteilung Geschichtswissenschaft
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