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250055 Einführung in die Sequenzanalyse qualitativer Interviews, Gruppendiskussionen und Gespräche mit Hilfe der objektiven (strukturalen) Hermeneutik (S+Ü) (WiSe 2017/2018)

Einrichtung
Fakultät für Erziehungswissenschaft
Art(en) / SWS
S+Ü / 2
Zeitraum
09.10.2017-02.02.2018
Voraussichtl. Wiederholung

Lehrende

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Termine (Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Ort Zeitraum  
wöchentlich Mo 14-16 C01-220 09.10.2017-02.02.2018
nicht am: 25.12.17 / 01.01.18

Klausuren

  • keine gefunden

Fachzuordnungen

Modul (Studienmodell 2011) Veranstaltung Leistungen  
25-ME3 Forschungsprojekt E2: Angewandte Forschungsmethoden der quantitativen/ qualitativen Sozialforschung Studienleistung
Studieninformation
25-ME3-IT Forschungsprojekt E2: Angewandte Forschungsmethoden der quantitativen/ qualitativen Sozialforschung Studienleistung
Studieninformation

Die Angaben in der Tabelle ergeben sich aus der Zuordnung zu einem Modul und der entsprechenden Modulbeschreibung. Bei den angegebenen "Leistungen" können Wahloptionen der Studierenden bestehen; Auskunft hierüber gibt ebenfalls die Modulbeschreibung.

Allgemeine Anforderungen bei Lehrveranstaltungen:

Die Anforderungen an die aktive Teilnahme (nur gültig für Studienmodell 2002) sind hier erläutert. In den FsB und Modulhandbüchern finden sich Informationen, ob Studienleistungen (nur gültig für Studienmodell 2011)/Einzelleistungen/Modul(teil)prüfungen vorgesehen sind, und welche Anforderungen hierfür bestehen.

Konkretisierung der Anforderungen

Studienleistung:
Interpretation und Analyse von Textsequenzen in Form von Gruppenarbeiten (Übungen), die in einigen ausgewählten Seminarsitzungen anzufertigen und zu protokollieren sind.

Inhalt, Kommentar

Das zentrale Ziel des Seminars ist es, Ihnen als Studierenden zum Einen eine Einführung in die methodologischen und forschungsmethodischen Grundlagen der Sequenzanalyse anhand der Objektiven Hermeneutik von Ulrich Oevermann zu geben. Zum Anderen werden an konkreten Anwendungsbeispielen die dazugehörigen Techniken der Auswertung von Texten vermittelt. Bei den Texten handelt es sich um ausgewählte Passagen aus leitfadengestützten qualitativen Interviews, aus Gruppendiskussionen und aus Gesprächen. Die Sequenzanalyse folgt aufgrund der Beschaffenheit der hier vorliegenden Erhebungsdaten exakt der zeitlichen Abfolge des Geschehens beim Interview, bei der Diskussion oder beim Gespräch. Es wird also beispielsweise in kleinen Analyseschritten der Prozess der Gestaltung von Interaktionen zwischen den TeilnehmerInnen der Gruppendiskussion untereinander bzw. die daraus entstehenden Textproduktionen rekonstruiert. Dabei werden einzelne transkribierte Sprecheinheiten (z.B. Wörter, Satzteile, ganze Sätze der abgelaufenen Diskussion zu einem vorgegebenen Thema) Zug um Zug interpretiert. Dieses Vorgehen verhindert, dass einzelne Aussagen willkürlich aus ihrem Kontext heraus gerissen werden und ihnen auf dieser Grundlage ein anderer Sinngehalt zugewiesen wird. Die von den AuswerterInnen produzierten Deutungen einer Textpassage nennt man "Lesarten".

Welche der jeweils sukzessive produzierten Lesarten angemessen sind und welche falsifiziert werden müssen, wird im Lichte der darauf folgenden Diskussionsbeiträge der TeilnehmerInnen entschieden, so dass sich schließlich am Ende der ausgewählten Textsequenz bzw. des dazugehörigen Interpretationsprozesses aus den dann verbleibenden Lesarten eine Hypothese über die "Botschaft" bzw. den Sinn formulieren lässt, welcher der Passage aus der Gruppendiskussion oder aus dem Interview oder aus dem Gespräch zugrunde liegt.

Das Erkenntnisziel der Auswertung besteht also darin, die verinnerlichten regelhaften soziokulturellen Muster der Akteure - z.B. der TeilnehmerInnen einer Gruppendiskussion - aus ihren Beiträgen zu einem Thema zu rekonstruieren.

Diese aufgedeckten Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmuster werden auch als latente Sinnstrukturen bezeichnet, weil sie durch Sozialisationsprozesse derart tief verankert sind, dass sie gleichsam "hinter dem Rücken der Akteure" wirken, d.h. ohne dass sie den miteinander kommunizierenden Personen in ihrem alltäglichen Handeln intentional bewusst sind (Ulrich Oevermann spricht in diesem Zusammenhang sogar von einem "sozialen Unbewussten").

Teilnahmevoraussetzungen, notwendige Vorkenntnisse

Master of Arts: Voraussetzung ist die Einschreibung im Master of Arts Erziehungswissenschaft

Literaturangaben

Becker-Lenz, Roland u.a. (Hrsg.) (2016): Die Methodenschule der Objektiven Hermeneutik. Eine Bestandsaufnahme. Wiesbaden: Springer VS.
Garz, D./Kraimer, K. (Hrsg.) (1994): Die Welt als Text. Theorie, Kritik und Praxis der objektiven Hermeneutik. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.
Kleemann, Frank/Krähnke, Uwe/Matuschek, Ingo (2013): Interpretative Sozialforschung. Eine praxisorientierte Einführung. Mit CD-ROM bzw. Online-Zusatzmaterial, 2. Aufl. Wiesbaden: Springer VS: Kap. 4: Objektive Hermeneutik, S. 111-152.
Oevermann, Ulrich (2000): Die Methode der Fallrekonstruktion in der Grundlagenforschung sowie der klinischen und pädagogischen Praxis. In: Kraimer, K. (Hrsg.): die Fallrekonstruktion. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, S. 58-153.
Przyborski, Aglaja/Wohlrab-Sahr, Monika (2014): Qualitative Sozialforschung. Ein Arbeitsbuch. 4. Aufl. München: Oldenbourg, darin: Kap. 5.3: Objektive Hermeneutik, S. 246-277.
Reichertz, Jo (1997): Objektive Hermeneutik. In: Hitzler, R./Honer, A. (Hrsg.): Sozialwissenschaftliche Hermeneutik. Eine Einführung. Opladen: Leske + Budrich, S. 31-56.
Wernet, Andreas (2009): Einführung in die Interpretationstechnik der Objektiven Hermeneutik. 3. Aufl. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Lernraum (E-Learning)

Zu dieser Veranstaltung existiert ein Lernraum im E-Learning System. Lehrende können dort Materialien zu dieser Lehrveranstaltung bereitstellen:

TeilnehmerInnen
registrierte Anzahl : 37 (1)
Dies ist die Anzahl der Studierenden, die die Veranstaltung im Stundenplan gespeichert haben. In Klammern die Anzahl der über Gastaccounts angemeldeten Benutzer/innen.
eKVV Teilnehmermanagement :
Bei dieser Lehrveranstaltung wird das eKVV-Teilnehmermanagement genutzt.
Die Teilnahmebestätigung erfolgt per Passworteingabe.
Details zeigen / Passwort eingeben
Teilnehmerbegrenzung :
Begrenzte Anzahl TeilnehmerInnen: 40
Abruf der Liste der Teilnehmer/innen :
Lehrende und ihre Sekretariate können sich die Liste der im eKVV registrierten Teilnehmer/innen über die passwortgeschützen eKVV Seiten abrufen: Meine Veranstaltungen
Falls Sie noch keinen BIS Zugang besitzen oder generelle Hinweise zum Abrufen und zum Umgang mit den Teilnehmerlisten suchen nutzen Sie unsere Hilfeseite
Dort finden Sie auch Informationen dazu, wie Sie aus einer Teilnehmerliste die Ergebnisliste für die Prüfungsdokumentation erstellen und wie Sie diese an die Prüfungsämter übermitteln können.
Automatischer E-Mailverteiler der Veranstaltung
Adresse :
WS2017_250055@ekvv.uni-bielefeld.de
Lehrende, ihre Sekretariate sowie für die Pflege der Veranstaltungsdaten zuständige Personen können über diese Adresse E-Mails an die VeranstaltungsteilnehmerInnen verschicken. WICHTIG: Sie müssen verschickte E-Mails jeweils freischalten. Warten Sie die Freischaltungs-E-Mail ab und folgen Sie den darin enthaltenen Hinweisen.
Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die TeilnehmerInnen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_101333544@ekvv.uni-bielefeld.de
Reichweite :
37 Studierende direkt per E-Mail erreichbar
Hinweise :
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Änderungen/Aktualität der Veranstaltungsdaten
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende :
Freitag, 22. September 2017 
Letzte Änderung Zeiten :
Mittwoch, 30. August 2017 
Letzte Änderung Räume :
Mittwoch, 30. August 2017 
Sonstiges
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