300439 Einführung in die Institutionenökonomik (V) (SoSe 2009)

Contents, comment

Die Neue Institutionenökonomik versucht die Welt realistischer zu betrachten als die Neoklassik, teilt aber einige Grundannahmen. So geht sie auch davon aus, dass Anreize und Ziele von Individuen das Verhalten von Gruppen steuern, bezieht dies aber auch auf die einzelnen Vertreter und Repräsentanten in Unternehmen, in Verbänden und im Staat. Auch nimmt sie an, dass Individuen rational versuchen ihren Nutzen zu maximieren, geht aber davon aus, dass diese Rationalität auch beschränkt sein kann und dass auch bewusst die Schädigungen anderer in Kauf genommen werden kann. Während der herkömmlichen Ökonomik als Wissenschaft von den Märkten diese als effizient in der Ressourcenallokation erscheinen, geht die NIÖ davon aus, dass auch die Marktnutzung mit Kosten verbunden ist und ineffizient sein kann. Vor allem die Existenz von Transaktionskosten bedingen ein besonderes Interesse an Institutionen.
Institutionen beeinflussen als informelle Regeln wie formelle Verträge den Rahmen des sozialen Handelns von Individuen. Sie stellen Spielregeln der Gesellschaft (North) bzw. ein Regelsystem zur Durchsetzung von Spielregeln (Richter/Furobotn) dar. Die Institutionenökonomik ist vor allem deshalb von sozialwissenschaftlicher Bedeutung, weil sie darüber Aufschluss zu geben sucht, wie und warum Institutionen entstehen und wie Institutionen individuelles Verhalten beeinflussen. Dabei ist sie als Ökonomik normativ auf solche Institutionen ausgerichtet, die effizient Transaktionskosten mindern und vor Vertragsbrüchen sichern.
In der Vorlesung werden zunächst die Entstehungsbedingungen und die Grundfragen der Institutionenökonomik in Abgrenzung von der Neoklassik und der Ordnungstheorie herausgearbeitet. In einem weiteren Schritt werden mit der Transaktionskostentheorie, der Property-Rights-Theorie und der Principal-Agent-Theorie die Theorien erarbeitet, die das Forschungsprogramm „Neue Institutionenökonomik“ wesentlich konstituieren. Neben diesen Konzepten der Neuen Institutionenökonomik existieren weitere ökonomische Theorien, die die Funktionsweisen von Institutionen wie Politik, Recht, Verfassung und deren Evolution analysieren und erklären. Abrundend wird reflektiert wie Institutionen Individuen und ihre Werte beeinflussen, aber auch wie Individuen Institutionen verändern.

Requirements for participation, required level

BA: Erfolgreiche Teilnahme an den Modulen 1 Orientierungsmodul, 3 Einführung in die Wirtschaftswissenschaften und 4 Einführung in die Soziologie.
MA: Erfolgreiche Teilnahme am Orientierungsmodul.

Teaching staff

Dates ( Calendar view )

Frequency Weekday Time Format / Place Period  

Show passed dates >>

Examinations

Date Time Format / Room Comment about examination

Show passed examination dates >>

Subject assignments

Degree programme/academic programme Validity Variant Subdivision Status Semester LP  
Sozialwissenschaften / Bachelor (Enrollment until SoSe 2011) Kern- und Nebenfach Modul SozÖk Wahlpflicht 2  
Sozialwissenschaften / Bachelor (Enrollment until SoSe 2008) KF: Modul 7; NF: Profil B & W: Modul 7 Wahlpflicht 3  
Sozialwissenschaften GHR/SP / Master of Education (Enrollment until SoSe 2014) Modul SozÖk Wahlpflicht 2  
Sozialwissenschaften GHR/SP / Master of Education (Enrollment until SoSe 2008) Modul 7 Wahlpflicht 3  
Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education (Enrollment until SoSe 2008) Modul 7 Wahlpflicht 3  
Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education (Enrollment until SoSe 2014) Modul SozÖk Wahlpflicht 2  
Sozialwissenschaften GymGe Fortsetzung BA-Nebenfach / Master of Education (Enrollment until SoSe 2014)    

No more requirements
No eLearning offering available
Address:
SS2009_300439@ekvv.uni-bielefeld.de
This address can be used by teaching staff, their secretary's offices as well as the individuals in charge of course data maintenance to send emails to the course participants. IMPORTANT: All sent emails must be activated. Wait for the activation email and follow the instructions given there.
If the reference number is used for several courses in the course of the semester, use the following alternative address to reach the participants of exactly this: VST_9608830@ekvv.uni-bielefeld.de
Notes:
Additional notes on the electronic mailing lists
Last update basic details/teaching staff:
Friday, December 11, 2015 
Last update times:
Thursday, September 26, 2013 
Last update rooms:
Friday, August 21, 2009 
Type(s) / SWS (hours per week per semester)
lecture (V) / 2
Department
Faculty of Sociology
Questions or corrections?
Questions or correction requests for this course?
Planning support
Clashing dates for this course
Links to this course
If you want to set links to this course page, please use one of the following links. Do not use the link shown in your browser!
The following link includes the course ID and is always unique:
https://ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ/publ/vd?id=9608830
Send page to mobile
Click to open QR code
Scan QR code: Enlarge QR code
ECTS points
2
(Also refer to the credit information in connection with the subject assignments)
ID
9608830