„Aus Angst vor einer ‚ausweglosen Krankheit‘ hat sich der legendäre Lebemann, Fotograf und Kunstsammler Gunter Sachs das Leben genommen“, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung 2011. Diese ausweglose Krankheit war Demenz. Ein Leben mit ihr wird nicht nur von dem Lebemann Sachs, sondern generell im gesellschaftlichen Diskurs als bedrohlich, wenn nicht gar als unwürdig beschrieben. Die Krankheit absorbiert sukzessiv alles, was ein als Subjekt auszeichnet. Es raubt das Denken, die Biographie und damit auch das eigene Ich. Demenz erscheint aus der modernen, rationalen Ordnung als das Andere – das Fremde. Die Handlungen von Dementen muten insofern absonderlich, abstoßend und teilweise ‚ekelerregend‘ an. Um diesen negativen Bild entgegenzutreten, hat es sich die pädagogische Praxis zur Aufgabe gemacht, anstelle von Ausgrenzung und Ekel ein positiveres Bild von Demenz zu implementieren. Demente sollen als einheitliche Personen wahrgenommen werden. Sie sollen als Andere anerkannt und wertgeschätzt werden. Doch ist dies der richtige Weg mit der Fremdheit Demenz umzugehen? Wird nicht damit die Fremdheit zementiert? Wie sähe eine pädagogische Praxis aus, die sich der Fremdheit nicht verschließt, sie aber auch nicht blindlings reproduziert?
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 25-BE4 Beratung und Organisationsentwicklung Beratung und Organisationsentwicklung | E2: Organisationsentwicklung und -forschung | Studienleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.