Organisationen stellen innerhalb der Gesellschaft "Sonderwelten" dar. Sie ermöglichen es der modernen und funktional-differenzierten Gesellschaft, Bereiche auszunehmen, die dann hierarchisch organisiert werden können. Schon aus dieser Perspektive stellt sich dann immer auch die Frage nach der Reichweite und damit nach den Grenzen dieses Typs sozialer Systeme.
Neben der Außengrenze (Organisation-gesellschaftliche Umwelt) haben es Organisationen aber auch mit internen Grenzen zu tun. So lässt ein Blick in die Organisation hinein erkennen, dass die Ausdifferenzierung von organisationalen Subsystemen über Grenzziehung läuft und damit eine Vielzahl von internen Grenzen erzeugt werden.
Den Ausgangspunkt des Seminars bildet die Frage, welche Bedeutung die Grenzen (nach Innen wie Außen) für eine Organisation haben und wie Organisationen das Setzen und Verschieben ihrer eigenen Grenzen - mit welchen Folgen - handhaben (können). In diesem Zusammenhang werden sowohl die Funktion von Grenzen als auch korrespondierende Problemlagen erörtert werden. Fragen der Identität und der Formalisierung von Erwartungsstrukturen sind in diesem Zusammenhang ebenso zu thematisieren wie die Chancen und Probleme der 'grenzüberschreitenden' Kommunikation.
In einem zweiten Block sollen die erarbeiteten Erkenntnisse eingeübt werden, indem unterschiedliche Organisationstypen im Hinblick auf ihre (Probleme mit den eigenen) Grenzen analysiert werden. Gedacht ist zum Beispiel an TNCs, Vereine oder Metaorganisationen (in Abgrenzung zu Organisationsnetzwerken).
Teilnahmebedingungen sind vor allem Neugier und ein Interesse an organisationssoziologischen Fragestellungen. Grundkenntnisse in der Organisationstheorie sind von Vorteil. Die regelmäßige Teilnahme und vorbereitende Lektüre der Seminarliteratur verstehen sich von selbst.
Die Bedingungen zum Erwerb einer benoteten Einzelleistung sowie zur Bescheinigung einer Aktiven Teilnahme werden im Rahmen der ersten Sitzung bekannt gegeben.
Literatur
Luhmann, Niklas (1964): Funktionen und Folgen formaler Organisation. Berlin: Duncker und Humblodt.
Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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wöchentlich | Do | 10-12 | V2-121 | 16.10.2008-05.02.2009
nicht am: 25.12.08 / 01.01.09 |
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Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom | (Einschreibung bis SoSe 2008) | G.S.3; G.S.4 | Wahlpflicht | GS | |||
Sozialwissenschaften GymGe als zweites Unterrichtsfach / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2008) | Fachmodul 19.3 | Wahl | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | ||
Sozialwissenschaften GymGe Fortsetzung BA-Nebenfach / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2008) | Fachmodul 19.3 | Wahl | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | ||
Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2008) | NF: Fachmodul 2 | Wahl | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | ||
Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2008) | KF: Fachmodul 2 | Wahl | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | ||
Soziologie / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2008) | vNF: Fachmodul 2 | Wahl | 3 | (bei Einzelleistung 3 LP zusätzlich) | ||
Soziologie / Diplom | (Einschreibung bis SoSe 2005) | 2.2.3 (DPO02) | Wahl | HS |