„Ir sult sprechen willekomen, der mere bringet, daz bin ich.“ Mit einigem Recht darf sich Walther in dieser Art und Weise rühmen, gilt er doch als der prominenteste und vielseitigste Dichter des deutschen Mittelalters. Seine Texte formen das größte überlieferte Corpus mittelhochdeutscher Lyrik, das außerdem die beiden Hauptgattungen der Lyrik, Sangspruch und Minnesang, umgreift. In seinen Minneliedern spielt er mit den hergebrachten Konventionen, während er im Sangspruch für seine kritischen Kommentare bekannt ist, mit denen er auf den Papst, den Kaiser und Könige zielt. Die Erforschung seines Werkes steht am Beginn des Faches Germanistik selbst und dauert bis heute an. Eine Germanistik ohne Walther erscheint und ist demnach undenkbar.
Die Vorlesung gibt einen Einblick in die wichtigsten, aber ebenso in vernachlässigte Texte. Sie verfolgt die Forschungs- und Rezeptionsgeschichte des Dichters, wobei der Schwerpunkt auf den jüngsten Entwicklungen und Impulsen der Forschung liegen wird, in denen der Dichter von ihn umwehenden Mythen befreit wird.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 10-12 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 23-GER-PLit3 Autoren, Werke, Diskurse | Veranstaltung 1 (mit Modulprüfung) | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
| Veranstaltung 2 | Studienleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.