209602 Mastermodul 2 "Molekulare Grundlagen der Signaltransduktion" (V+Pr) (WiSe 2026/2027)

Kurzkommentar

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Die Veranstaltung ist für die Studierenden des Master of Molecular Cell Biology verpflichtend und für andere Interessenten nach Maßgabe freier Plätze offen (kann von MBTlern als Vertiefung belegt werden).
nur teilweise in Präsenz

Inhalt, Kommentar

Mastermodul 2 verbindet die molekularen Grundlagen der Signaltransduktion mit ihrer experimentellen Untersuchung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zellen äußere Reize wahrnehmen, molekular verarbeiten und in eine angepasste Genexpression übersetzen. Die Regulation auf RNA-Ebene dient dabei als exemplarischer Zugang, um das Zusammenspiel von molekularer Struktur, spezifischer Erkennung und biologischer Funktion zu verstehen.
Ausgehend von den besonderen chemischen und strukturellen Eigenschaften der RNA werden ihre Funktionen als Informationsträger, regulatorisches Molekül und Bestandteil funktioneller Ribonukleoproteinkomplexe erarbeitet. Einen Schwerpunkt bilden die Biogenese und Wirkungsweise pflanzlicher microRNAs. Am Beispiel der miR398-vermittelten Regulation antioxidativer Enzyme wird untersucht, wie posttranskriptionelle Kontrolle zur Anpassung an abiotische Belastungen beiträgt. Der Vergleich unterschiedlicher Stressbedingungen verdeutlicht, dass die Wirkung eines Regulationsmechanismus vom jeweiligen biologischen Kontext abhängt.
Der praktische Schwerpunkt liegt auf molekularbiologischen Methoden zur Untersuchung RNA-basierter Regulationsprozesse. Hierzu gehören die Isolierung von RNA, die Beurteilung ihrer Qualität, die reverse Transkription sowie PCR-basierte Nachweis- und Quantifizierungsverfahren. Die Studierenden lernen, methodische Entscheidungen aus der biologischen Fragestellung abzuleiten und die Aussagekraft ihrer Ergebnisse kritisch einzuschätzen. Besondere Aufmerksamkeit gilt geeigneten Kontrollen, möglichen Verunreinigungen und methodischen Verzerrungen. Dabei wird zwischen Veränderungen der Transkriptmenge und weitergehenden Aussagen über Proteinaktivität oder zelluläre Signalverarbeitung unterschieden.
Begleitend werden Biosafety und Biosecurity anhand konkreter biologischer Beispiele diskutiert. Eigenschaften wie Vermehrungsfähigkeit, Gentransfer und ökologische Wechselwirkungen bilden den Ausgangspunkt für die Bewertung unbeabsichtigter Schäden und möglicher missbräuchlicher Anwendungen. Genome Editing, Gene-Drive-Systeme, synthetische Biologie und hypothetische Spiegelbakterien veranschaulichen unterschiedliche Herausforderungen. Darauf aufbauend werden grundlegende Funktionen der Biostoffverordnung und des Gentechnikrechts erschlossen und mit Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Dual-Use-Verantwortung verknüpft.
Das Modul fördert damit experimentelle Kompetenz, mechanistisches Verständnis und eine reflektierte wissenschaftliche Urteilskraft. Die Studierenden sollen biologische Fragestellungen methodisch bearbeiten, Ergebnisse nachvollziehbar interpretieren und sicherheitsrelevante Anforderungen frühzeitig berücksichtigen können. Diese Fähigkeiten sind insbesondere für Tätigkeiten in der molekularen Diagnostik, biotechnologischen Forschung und industriellen Entwicklung grundlegend.

Lehrende

Termine ( Kalendersicht )

Rhythmus Tag Uhrzeit Format / Ort Zeitraum  
wöchentlich Mo 11-16 W1-276 16.11.-11.12.2026
wöchentlich Di 11-16 W1-276 16.11.-11.12.2026
wöchentlich Do 11-16 W1-276 16.11.-11.12.2026
wöchentlich Fr 11-16 W1-276 16.11.-11.12.2026
einmalig Do 10-16 B2-206 03.12.2026
einmalig Fr 10-16 B2-206 04.12.2026
einmalig Mo 10-16 B2-206 07.12.2026

Prüfungen

Datum Uhrzeit Format / Raum Kommentar zum Prüfungstermin
Donnerstag, 17. Dezember 2026 14-16 H7 Erstklausur

Fachzuordnungen

Modul Veranstaltung Leistungen  
20-MZB-2 Signalperzeption und Signaltransduktion Signalperzeption und Signaltransduktion Studienleistung
benotete Prüfungsleistung
Studieninformation
Signalperzeption und Signaltransduktion unbenotete Prüfungsleistung
Studieninformation

Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.


Keine Konkretisierungen vorhanden
Kein E-Learningangebot vorhanden
registrierte Anzahl: 25
Dies ist die Anzahl der Studierenden, die die Veranstaltung im Stundenplan gespeichert haben. In Klammern die Anzahl der über Gastaccounts angemeldeten Benutzer*innen.
Teilnahmebegrenzung:
Begrenzte Anzahl Teilnehmer*innen: 15
Adresse:
WS2026_209602@ekvv.uni-bielefeld.de
Lehrende, ihre Sekretariate sowie für die Pflege der Veranstaltungsdaten zuständige Personen können über diese Adresse E-Mails an die Veranstaltungsteilnehmer*innen verschicken. WICHTIG: Sie müssen verschickte E-Mails jeweils freischalten. Warten Sie die Freischaltungs-E-Mail ab und folgen Sie den darin enthaltenen Hinweisen.
Falls die Belegnummer mehrfach im Semester verwendet wird können Sie die folgende alternative Verteileradresse nutzen, um die Teilnehmer*innen genau dieser Veranstaltung zu erreichen: VST_743592644@ekvv.uni-bielefeld.de
Hinweise:
Weitere Hinweise zu den E-Mailverteilern
Letzte Änderung Grunddaten/Lehrende:
Donnerstag, 15. Oktober 2026 
Letzte Änderung Zeiten:
Montag, 12. Oktober 2026 
Letzte Änderung Räume:
Montag, 12. Oktober 2026 
Art(en) / SWS
Vorlesung (V) + Praktikum (Pr) / 3+5
Einrichtung
Fakultät für Biologie
Fragen oder Korrekturen?
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Planungshilfen
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ID
743592644