Die Standardvarietät des Deutschen, gemeinhin häufig als Hochdeutsch bezeichnet, ist die sprachliche Ausprägung, welche sich u. a. durch Vereinheitlichung sowie Prestige auszeichnet und heutzutage nicht mehr nur in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens als Referenzpunkt fungiert, sondern mittlerweile auch von vielen Kindern als L1 erworben wird. Der Standard im Deutschen entwickelt(e) sich seit dem (Früh-)Neuhochdeutschen in einem komplexen Prozess, der Standardisierung. Gegenstand des Seminars ist dieser Herausbildungsprozess, wobei wir uns auch mit den beteiligten Akteuren, den dahinterliegenden Ideologien und dem Verhältnis des Standards zu anderen Varietäten des Deutschen befassen. Ziel des Seminars ist es, sprachhistorisches, systemlinguistisches und variationslinguistisches Wissen zu erwerben, um die Bedeutung des (künstlichen) Standards (als angehende Lehrkraft) vor dem Hintergrund der Sprachgeschichte zu reflektieren. Auch wenn Standardisierungsprozesse in der deutschen Sprache im Vordergrund stehen, werden wir uns auch die Situation in anderen europäischen Ländern anschauen und mit der Standardisierung im Deutschen vergleichen.
• Linguistisches Grundlagenwissen, wie es bspw. in der Einführung in die germanistische Linguistik sowie im Basismodul Linguistik erworben wird
• Bereitschaft, auch englischsprachige Literatur zu lesen
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 10-12 | 12.10.2026-05.02.2027 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 23-GER-PLing2 Dynamische Aspekte des Deutschen | Veranstaltung 1 (mit Modulprüfung) | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
| Veranstaltung 2 | Studienleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.