Umgang mit literarischen Texten bedeutet - gerade in der Schule - immer auch Umgang mit Figuren, die in diesen Texten agieren. Mitunter sprechen wir - naiverweise? - über diese Figuren, als seien sie wirkliche Personen. Wie Schüler oder Schülerinnen stellen wir etwa Mutmaßungen an über ihre Gefühle und Gedanken, auch wenn uns der Text nichts darüber erzählt und die Figuren fiktiv sind und außerhalb des Textes nicht existieren. Aber wann ist eine Figur überhaupt fiktiv? Ist dafür entscheidend, daß es sie "in Wirklichkeit" nicht gegeben hat, oder vielmehr, daß sie in einem Roman auftaucht? Können auch historische Figuren fiktiv sein? Dürfen wir uns literarische Figuren vorstellen, wie wir wollen?
Solche und ähnliche Fragen werden das Seminar beschäftigen. Es soll erkundet werden, wie wir mit literarischen Figuren umgehen. Zu diesem Zweck sollen die Seminarteilnehmer, anhand von Fallbeispielen zunächst versuchen, den eigenen Umgang einer phänomenologischen Beschreibung zu unterziehen. In einem zweiten Schritt werden verschiedene theoretische Modelle untersucht, die den Umgang mit literarischen Figuren zu beschreiben versuchen.
Literatur:
Fotis Jannidis: Figur und Person: Beitrag zu einer historischen Narratologie. Berlin ¿ New York 2004.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Germanistik / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | BaGerPoB3; BaGerP3L | 2/5 | |||
| Germanistik / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | BaGerPoB3; BaGerP3L | 2/5 | ||||
| Germanistik (GHR) / Bachelor | (Einschreibung bis SoSe 2011) | Kern- und Nebenfach | BaGerPoB3; BaGerP3L | 2/5 | |||
| Germanistik (GHR) / Master of Education | (Einschreibung bis SoSe 2014) | BaGerPoB3; BaGerP3L | 2/5 |