Das Blockpraktikum Notfallmedizin erstreckt sich über fünf aufeinanderfolgende Tage (Montag bis Freitag) und dient der praxisnahen Vermittlung notfallmedizinischer Grundlagen sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit im präklinischen und klinischen Bereich.
Montag – Einführungstag
Am Einführungstag erhalten die Studierenden eine organisatorische und inhaltliche Einführung in das Blockpraktikum. Neben der Vorstellung der Lernziele werden grundlegende notfallmedizinische Konzepte, Sicherheitsaspekte sowie organisatorische Abläufe thematisiert.
Dienstag und Mittwoch – Hospitationstage
An den beiden Hospitationstagen absolvieren die Studierenden jeweils im Wechsel zwei Hospitationen
• im Rettungsdienst (präklinische Notfallversorgung) und
• im Operationssaal im Bereich der Anästhesie (klinische Notfall- und Akutversorgung).
Ziel ist es, Einblicke in notfallmedizinische Abläufe, Entscheidungsfindung unter Zeitdruck sowie interprofessionelle Zusammenarbeit zu gewinnen.
Donnerstag – Besichtigung der Hauptfeuerwache
Am Donnerstag findet eine Besichtigung der Hauptfeuerwache statt. Dabei lernen die Studierenden die Strukturen des Feuerwehr- und Rettungswesens, Einsatzmittel sowie Schnittstellen zur medizinischen Notfallversorgung kennen. Im Rahmen der Besichtigung wird das Telenotarzt-System vorgestellt, sowie der Intensivtransportwagen und eine Einblick in die Leitstelle ermöglicht. Anschließend Einführung in das Crew-Ressource-Management und Beginn mit Familiarisierung der ersten Simulation mit Audio/Video-Debriefing.
Freitag – Simulation von Notfallszenarien
Der letzte Praktikumstag ist der Simulation notfallmedizinischer Szenarien gewidmet. In realitätsnahen Übungssituationen werden typische Notfälle trainiert, um diagnostische und therapeutische Maßnahmen, Teamarbeit und Kommunikation unter Notfallbedingungen zu festigen und zu reflektieren.
Nach erfolgreicher Teilnahme am Blockpraktikum Notfallmedizin sind die Studierenden in der Lage:
1. Grundlagen der Notfallmedizin
• grundlegende Prinzipien der präklinischen und klinischen Notfallversorgung zu beschreiben
• die Bedeutung strukturierter Behandlungsalgorithmen (z. B. ABCDE-Schema) zu erklären
2. Präklinische und klinische Versorgungsabläufe
• Abläufe und Entscheidungsprozesse im Rettungsdienst und in der anästhesiologischen Akutversorgung nachzuvollziehen
• Unterschiede und Schnittstellen zwischen präklinischer und innerklinischer Notfallversorgung darzustellen
• die Rolle verschiedener Berufsgruppen im notfallmedizinischen Team zu erläutern
3. Praktische Fertigkeiten und Simulation
• grundlegende notfallmedizinische Maßnahmen in simulierten Szenarien strukturiert anzuwenden
• Prioritäten in zeitkritischen Notfallsituationen zu setzen
• unter Anleitung im Team effektiv zu kommunizieren und zu kooperieren
4. Organisation und Sicherheit
• organisatorische Strukturen des Rettungswesens und der Feuerwehr zu beschreiben
• Aspekte der Einsatz- und Patientensicherheit sowie des Eigenschutzes zu berücksichtigen
• rechtliche und ethische Grundprinzipien der Notfallmedizin zu benennen
5. Reflexion und professionelles Handeln
• eigene Beobachtungen und Handlungen kritisch zu reflektieren
• die Bedeutung von Teamarbeit, Kommunikation und Stressmanagement in Notfallsituationen einzuordnen
Das Blockpraktikum wird nur angeboten, wenn eine komplette 3er-Gruppe zusammenkommt. Teilnahme über SPO 21 und SPO 25 möglich.
Anmeldungen bitte bis zum 15.04.2026 an jan.siemoneit@klinikumbielefeld.de.
Sicherheitsschuhe für die Teilnahme am Rettungsdient
Erklärung Haftungsausschluss Klinikum Bielefeld und Feuerwehr Stadt Bielefeld
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| Block | Block | 08:00-16:00 | Studierendenhaus Klinikum Bielefeld | 08.-12.06.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 5-II-MED-PRO Profilbildung Profilbildung | PRO II (Wahl-Blockpraktikum) | Studienleistung
|
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.