Psychotherapie findet nicht im luftleeren Raum statt: Gesellschaftliche Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen wirken, oft unbeabsichtigt, auch im therapeutischen Kontext. Für Patient:innen, die beispielsweise aufgrund ihrer Herkunft, ihres sozialen Hintergrunds, ihrer Geschlechtsidentität oder ihrer sexuellen Orientierung im Alltag Diskriminierung erleben, kann eine diskriminierungssensible therapeutische Haltung besonders wichtig sein. Gleichzeitig bringen viele (angehende) Psychotherapeut:innen selbst bestimmte Privilegien mit, etwa durch ihren Bildungs- und Sozialstatus.
In dieser Veranstaltung geht um die Auseinandersetzung mit Privilegienbewusstsein und Diskriminierungssensibilität in der Psychotherapie: Wie können wir eigene Privilegien reflektieren? Welche Rolle spielen gesellschaftliche Machtverhältnisse im therapeutischen Raum? Und wie kann ein sensibler Umgang damit die therapeutische Beziehung sogar stärken?
Neben Impulsen bietet die Veranstaltung Raum für Austausch, persönliche Reflexion und Strategien für eine diskriminierungssensible therapeutische Haltung. Ziel ist es, langfristig zu einer chancengerechteren Gesundheitsversorgung für alle Patient:innen beizutragen.
Leitung: Anahita Sattarian (M.Sc. Psychologie) ist Psych. Psychotherapeutin am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf und mental health advocate. In ihrer Forschung und ihren Workshops beschäftigt sie sich mit migrantischer psychischer Gesundheit und den Folgen von Diskriminierungserfahrungen. Sie veröffentlichte zu diesen Themen u.a. bei ARD, Die Zeit und Arte.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
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| einmalig | Di | 16-18 | X-E0-205 | 26.05.2026 |