Dieses Seminar ist insofern ein Experiment, als zunächst nicht die kritische Lektüre von bereits vorliegenden Forschungen und Synthesen zur Geschichte Europas im 19. Jahrhundert im Mittelpunkt stehen soll, sondern die gemeinsame Erarbeitung möglicher Gliederungen, Periodisierungen, Schwerpunktthemen, Kernthesen, Bebilderungen, Zeittafeln usw. für eine Gesamtdarstellung der europäischen Geschichte im 19. Jahrhundert. Davon ausgehend wird über die Probleme diskutiert, die sich stellen, wenn man ein Jahrhundert europäischer Geschichte auf knappem Raum darstellen will: Was ist ¿Europa¿? Wie bildet man Zäsuren? Wie organisiert man eine Darstellung so, dass rote Fäden erkennbar werden? Wie vermeidet man, dass die ¿Peripherie¿ zugunsten der ¿zentralen¿ Länder vernachlässigt wird? Wie gewichtet man zwischen Themen? Wie verwendet man Bildmaterial, Karten, Tabellen usw. so, dass sie eine eigene Aussage transportieren? Diese Arbeitsweise setzt Diskussionsfreude sowie eine gewisse Bereitschaft der Teilnehmer/innen voraus, sich selbst das nötige Vorwissen durch Lektüre anzueignen und selbst Thesen und kürzere Texte für eine zu bildende elektronische Plattform zu formulieren. Erst nach der gemeinsamen Erarbeitung eigener Entwürfe einer Geschichte Europas im 19. Jahrhundert wird in einem zweiten (kleineren) Block die vorhandene Historiographie zum Thema kritisch analysiert.
Zur Einführung lesen Sie bitte wenigstens eine Gesamtdarstellung der europäischen Geschichte im 19. Jahrhundert.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Geschichtswissenschaft / Master | (Einschreibung bis SoSe 2012) | 4.3.4; 4.4.1 | Wahlpflicht | 9 | scheinfähig |