Bildungsprozesse sind gebunden an die Orte, an denen sie sich ereignen. Kulturpädagogik, die den Anspruch verfolgt, Bildungsprozesse zu initiieren, bestimmt sich nicht nur aus dem von ihr zu wählenden pädagogischen Anspruchsprofil, sondern sie trifft auf gesellschaftliche Handlungskontexte und strukturelle institutionelle Ordnungen, auf die sie reagieren und eigene Antworten entwickeln muss. In diesem Seminar soll - auf der Grundlage von Praxisbeispielen, anthropologischen und soziologischen Theorien - die Frage im Mittelpunkt stehen, welche Spielräume Kulturpädagogik in dem Spannungsfeld von gesellschaftlich normierten Ordnungsstrukturen und dem Anspruch auf eigene künstlerisch-pädagogische Antworten hat und wie sie diese nutzen kann. Darüber hinaus werden wir uns damit beschäftigen, wie eine künstlerische Pädagogik begrifflich zu präzisieren wäre und welche Orientierungen in konkreten Handlungskontexten dafür förderlich sein können.
Methodisch wird das Seminar durch eine reflexive Verknüpfung von Theorie- Praxis- und Erfahrungsorientierung charakterisiert sein.
Scheinkriterien:
aktive Teilnahme: nachträgliche schriftliche Reflexion des Seminars auf der Grundlage von Protokollnotizen in selbst zu wählenden Aspekten (ca. 4 Seiten) oder Seminarbeitrag ohne Ausarbeitung
Benotete Einzelleistung: Seminarbeitrag mit Ausarbeitung (ca. 8 Seiten) oder Hausarbeit (ca. 15 Seiten) Leistungsnachweis DSL: Seminarbeitrag mit Ausarbeitung (ca. 8 Seiten) oder Hausarbeit (ca. 15 Seiten)
Seminarbeiträge können sowohl in der Form eines wissenschaftlichen Referats, der wissenschaftlichen Darstellung und Verteidigung von Thesen zur Thematik des Seminars oder in der Konzeption und Präsentation eines kulturpädagogischen Projekts bestehen.
Die Teilnehmer sollten die Bereitschaft zur Lektüre anspruchsvoller wissenschaftlicher Texte auch vor- und nachbereitend zum Seminar mitbringen. Ein Interesse an der aktiven Mitgestaltung des Seminars und die Bereitschaft, sich auf experimentelle Erfahrungen einzulassen und diese - sowie eigene pädagogische Praxiserfahrungen - in die reflexive Arbeit einfließen zu lassen, wäre förderlich.
Michel de Certeau (1988): Kunst des Handelns, Berlin (Merve)
Augé, M.(1994): Orte und Nicht-Orte, Vorüberlegungen zu einer Ethnologie der Einsamkeit, Frankfurt am Main (Fischer)
Terhart, Ewald (2001): Die Veränderung pädagogischer Institutionen, in: Liebau; Eckart, Schumacher-Chilla, Doris, Wulf, Christoph (Hrsg): Anthropologie pädagogischer Institutionen, Weinheim (Beltz)
Hess, Remi (2001): Das Instituierende, das Instituierte und die Institutionalisierung, in: Liebau; Eckart, Schumacher-Chilla, Doris, Wulf, Christoph (Hrsg): Anthropologie pädagogischer Institutionen, Weinheim (Beltz)
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period |
|---|
| Degree programme/academic programme | Validity | Variant | Subdivision | Status | Semester | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Erziehungswissenschaft GHR / Master of Education | (Enrollment until SoSe 2011) | MA.4.1.4 | |||||
| Erziehungswissenschaft GHR / Master of Education | (Enrollment until SoSe 2011) | MA.3.1.2; MA.3.1.3; MA.4.1.3; MA.3.3.2; MA.5.3.2 | 3 | ||||
| Erziehungswissenschaft GymGe / Master of Education | (Enrollment until SoSe 2011) | MG.3.1.2; MG.3.1.3; MG.4.1.3; MG.3.3.2; MG.5.3.2 | 3 | ||||
| Erziehungswissenschaft GymGe / Master of Education | (Enrollment until SoSe 2011) | MG.4.1.4 | |||||
| Erziehungswissenschaft (Nebenfach) / Bachelor | (Enrollment until SoSe 2011) | Nebenfach | M.4.1.4 | ||||
| Erziehungswissenschaft (Nebenfach) / Bachelor | (Enrollment until SoSe 2011) | Nebenfach | M.3.1.2; M.3.1.3; M.4.1.3; M.3.3.2; M.5.3.2 | 3 | |||
| Frauenstudien | (Enrollment until SoSe 2015) | ||||||
| Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom | (Enrollment until SoSe 2008) | H.1.3; H.2.5 | scheinfähig | ||||
| Unterrichtsfach Pädagogik / Master of Education | (Enrollment until SoSe 2014) | MU.1.3; MU.2.3 |