Seit dem 18. Jahrhundert hat es Theorie "bevorzugt mit dem Unsichtbaren zu tun. Es ist die Überraschung der modernen Welt, denn am wenigsten hatte der europäische Mensch daran jemals gedacht, es könne auf die Überproportion des ihm Unzugänglichen in der Welt ankommen, das Sichtbarkeitspostulat ihn beleidigend verletzt sein." (Hans Blumenberg)
Während Goethe in unzeitgemäßem Widerstand auf der Geltung des Sichtbaren bestand, wollte sich die Romantik nicht länger an die von Kant markierten Grenzen der sichtlichen Wirklichkeit binden. Damit werden "die Leitunterscheidung von sichtbaren und unsichtbaren Dingen und die durch sie angeregten Bemühungen um eine symbolische Vermittlung" (Niklas Luhmann), die noch weit über das Mittelalter hinaus Bestand hatten, vollends problematisch.
Der erste Teil der Vorlesung widmet sich Ansätzen einer Theorie der literarischen Sichtbarkeit, der zweite Fallstudien zur Darstellung des Sichtbaren in der europäischen Literatur vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.
Leistungsnachweise können in Form von Problemstudien und von Textanalysen erbracht werden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mo | 18-20 | C0-106 | 07.04.-18.07.2008 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Germanistik / Master | (Einschreibung bis SoSe 2008) | MaGer-ZMb | 3/7 | ||||
| Literaturwissenschaft / Master | (Einschreibung bis SoSe 2009) | MaLit3 | 3/7 |