Im Seminar beschäftigen wird uns mit künstlerischen Vorstellungen der natürlichen Welt und wollen nachvollziehen, wie diese sich seit der klassischen Avantgarde verändert haben. Zentrale Positionen der Moderne wie lebensreformerische Ansätze (Wassiliy Kandisky, Johannes Itten), werden uns ebenso beschäftigen wie das Bestreben, die Umwelt als Wahrnehmungsfeld zu denken und gestalten im Kontext von u.a. Bauhaus (László Moholy-Nagy). Im (US-amerikanischen) Aufbruch der 1960er Jahren begannen Künstler*innen natürliche Materialien und Energien sowie geologische Prozesse außerhalb von Studio und Galerieräumen großformatig zu nutzen (Land Art/Earthworks, Nancy Holt, Robert Smithson). Und unter dem wachsenden Eindruck der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen verdichteten sich künstlerische Arbeiten zu ökokritischen, feministischen Positionen (Agnes Denes, Ana Mendieta). Wir werden uns mit frühen aktivistischen Einsätzen wie Joseph Beuys’ "7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung" an der dokumenta 7 auseinandersetzen, genauso wie mit der Weiterführung ökologisch orientierter künstlerischer Praktiken in der Gegenwart (Olafur Eliason) und posthumanistischen Ansätzen, die auf eine „more-than-human“-Kunstpraxis abzielen. Die Beschäftigung mit künstlerischen Arbeiten orientieren wir analytisch an ausgewählten theoretischen und historischen Texten (Donna Haraway, Bruno Latour, Rosalind Krauss).
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 10-12 | X-B2-101 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 22-BKG-MTM Modul Theorien und Methoden der Bild- und Kunstgeschichte Modul Theorien und Methoden der Bild- und Kunstgeschichte | Seminar zu theoretischen Ansätzen in der Bild- und Kunstgeschichte | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.