Die Manifesta ist eine europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, die alle zwei Jahre in einem anderen Land stattfindet. 2026 wird ihre 16. Ausgabe im Ruhrgebiet stattfinden. In zwölf leerstehenden Nachkriegskirchen der Städte Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum werden vom 21. Juni bis 4. Oktober 2026 zeitgenössische Positionen gezeigt sowie offene Räume gestaltet, die einen gesellschaftlichen Dialog fördern und künstlerische Innovationen ermöglichen sollen. Ein generationsübergreifendes Kurator*innenteam hat mittels "vorbiennalen Forschungen und verschiedenen Formen der Bürger*innenbeteiligung [...] ein urbanistisches Konzept für [die] polyzentrische, postindustrielle und kulturell vielfältige Metropolregion entwickelt."
Als europäische nomadische Biennale stellt sich die Manifesta seit 1996 der Herausfordeung alle zwei Jahre auf neue lokale Begebenheiten zu reagiern und in neuen geografischen, sozialen, kukturellen und politischen Kontexten zu agieren. Die Zusammenarbeit zwischen lokalen und internationalen Communities und Akteur*innen in urbanen Räumen ist dabei zentral, wodurch sich die Manifesta als Inkubator eines nachhaltigen gesellschaftlichen Wandels versteht.
Im Seminar werden wir uns in zwei Theorieblöcken vorbereitend mit der Geschichte der Manifesta sowie mit kuratorischen Praktiken und Theorien beschäftigen, die prägend für die Manifesta und vergleichbare Großausstellungen sind. Im Anschluss werden wir gemeinsam an zwei aufeinanderfolgenden Tagen die Manifesta besuchen. Dabei werden uns u.a. folgende Fragen leiten: Welche Rolle spielen Biennalen für die zeitgenössische Kunstproduktion und -rezeption. Was bedeutet eine "Biennalisierung" kuratorischer Praktiken? Welche kunstwissenschaftlichen Diskurse und Herausforderungen eröffnen sich in temporären, lokalen Ausstellungen und Biennalen? Welche gesellschaftlichen und politischen Diskurse leiten die Großausstellungen an? Welche kunstnahen Praktiken und Modi des Zeigens von Kunst können zugleich subjektive Zugänge ermöglichen und ästhetische Prozesse provozieren? Welche Rolle spielen die eigene Situierung, die institutionelle Rahmung und die Aspekte Raum, Materialität und Medialität im kuratorischen und vermittlerischen Prozess? Wie bedingen sie sich?
Die Lehrveranstaltung ist inhaltlich verknüpft mit einem Seminar von Silke Wittig des Fachbereichs Kunstpädagogik/ Didaktik der Kunst der Universität Duisburg-Essen. Durch den gemeinsamen Besuch der Manifesta 16 Ruhr soll ein enger Ausstausch über kunstwissenschaftliche und kunstvermittelnde Praktiken ermöglicht werden.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| einmalig | Fr | 10-12 (s.t.) | 17.04.2026 | ||
| einmalig | Fr | 10-14 (s.t.) | 24.04.2026 | ||
| einmalig | Fr | 10-14 (s.t.) | 29.05.2026 | ||
| einmalig | Sa | 10-17 (s.t.) | 27.06.2026 | ||
| einmalig | So | 10-17 (s.t.) | 28.06.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
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| 22-BKG-GM2 Grundmodul Bild- und Kunstgeschichte II Grundmodul Bild- und Kunstgeschichte II | Bild- und kunsthistorische Orientierung | Studienleistung
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Studieninformation |
| 22-BKG-HM Hauptmodul Bild- und Kunstgeschichte der Moderne Hauptmodul Bild- und Kunstgeschichte der Moderne | Bild- und kunsthistorische Orientierung | Studieninformation | |
| 22-BKG-PFM Profil- und Forschungsmodul zur Vorbereitung der BA-Arbeit Profil- und Forschungsmodul zur Vorbereitung der BA-Arbeit | Bild- und kunsthistorische Orientierung zu einem exemplarischen Thema der Vormoderne oder der Moderne | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.