"Der Utilitarismus" von John Stuart Mill zählt zu den wichtigsten klassischen Texten der Moralphilosophie. Er verteidigt die utilitaristische Grundidee, dass wir so handeln sollten, dass wir das größtmögliche Glück herbeiführen. In Abgrenzung zu Benthams hedonistischem Utilitarismus entwickelt Mill diese Position weiter, etwa indem er zwischen unterschiedlichen Qualitäten von Lust unterscheidet und Regeln als Orientierungshilfen einführt. Zudem diskutiert er eine Reihe von typischen Einwänden gegen den Utilitarismus und weist diese zurück. Der Text eignet sich gut als Einführung in grundlegende ethische Fragen und bietet einen spannenden Ausgangspunkt für die kritische Auseinandersetzung mit dem Utilitarismus.
Im ersten Teil des Kurses rekonstruieren und diskutieren wir gemeinsam wichtige Abschnitte des Werks. Im zweiten Teil steht die Fähigkeit des philosophischen Schreibens im Vordergrund. Es sollen die Grundlagen des Schreibens vermittelt und direkt in Form einer Hausarbeit im Umfang von ca. 2000 Wörtern umgesetzt werden. Diese Arbeit wird im Laufe des Semesters geschrieben und überarbeitet und hierbei durch den Kurs eng begleitet. Die Studierenden erhalten individuelles Feedback von der Dozentin sowie Raum für gegenseitige Unterstützung und Reflexion.
Die Seminare des Philosophischen Schreibens sind teilnahmebeschränkt und setzen den Abschluss des Philosophischen Einstiegs voraus. Wenn Sie bereits den Philosophischen Einstieg absolviert haben UND aufgrund eines Studiengangwechsels in Philosophie lediglich ins erste Fachsemester eingeschrieben sind, schreiben Sie bitte eine Mail an stephan.schlothfeldt@uni-bielefeld.de, um frühzeitig zu korrigieren, dass das System Sie in diesem Fall fälschlich nicht zu einem Schreibenkurs zulassen wird.
Sie müssen nur einen Philosophischen Schreibkurs während Ihres Studiums belegen (entweder im Grundmodul Theoretische Philosophie oder im Grundmodul Praktische Philosophie). Sie sollten aber, falls man Ihnen in Ihrer Wunschveranstaltung keinen Platz zuweisen kann, mindestens zwei Veranstaltungen, die als Philosophisches Schreiben ausgewiesen sind, in Ihren Stundenplan aufnehmen, die Sie auch tatsächlich besuchen könnten. Auf diese Weise können Ihnen Alternativplätze zugewiesen werden, wenn es in Ihrer Wunschveranstaltung keinen Platz gibt. Damit das System weiß, welche Veranstaltungen Sie am liebsten besuchen möchten, priorisieren Sie Ihre Veranstaltungen (über den Link "Meine Prioritäten" neben Ihrem Stundenplan).
Wichtig: Speichern Sie die Veranstaltungen bis spätestens 29.03. in Ihrem Stundenplan ab und priorisieren Sie sie. Die Platzvergabe erfolgt elektronisch zu einem Datum kurz vor Semesterbeginn. Sobald Ihnen ein Platz zugewiesen wurde, erscheint in der Detailansicht Ihres Stundenplans neben der Veranstaltung ein grüner Pfeil.
Die Veranstaltungen des "Philosophischen Einstiegs" sollen vor dem Seminar "Philosophisches Schreiben" studiert werden.
Für Studierende mit Studienbeginn vor SoSe 26: Das Seminar "Philosophisches Schreiben" ist insofern wahlweise Bestandteil des Grundmoduls Praktische Philosophie (Studienbeginn WS) oder des Grundmoduls Theoretische Philosophie (Studienbeginn SS), je nachdem, mit welchem Modul das Studium begonnen wird.
John Stuart Mill, "Utilitarianism/Der Utilitarismus", Stuttgart: Reclam, 2006. (Zweisprachige Ausgabe)
In der Uni-Bibliothek verfügbar oder wenn möglich zur Anschaffung empfohlen (neu 8€).
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Do | 12-14 | 16.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 26-GM_TP_b Grundmodul Theoretische Philosophie Grundmodul Theoretische Philosophie | Philosophisches Schreiben | Studienleistung
benotete Prüfungsleistung |
Studieninformation |
| 26-HW_PHIL Handwerk Philosophie Handwerk Philosophie | Philosophisches Schreiben | benotete Prüfungsleistung
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Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Voraussetzung für die Vergabe von 5 Leistungspunkten ist die Anfertigung einer Hausarbeit von etwa 2000 Wörtern.