Der Expressionismus ist eine der bekanntesten Epochen überhaupt, obwohl sie an sich sehr kurz ist. Zwischen etwa 1910 und 1925 enstehen berühmte Kunstwerke, die in der Malerei bist heute Höchstpreise auf dem Kunstmarkt erzielen. Vermutlich denken die meisten beim Stichwort Expressionismus an Maler wie Kandinsky, Marc, Schmidt-Rottluff oder Macke, Münter (eine der wenigen bekannten Frauen) und Kokoschka. Der Blaue Reiter wird fast ikonisch. Das Bauhaus ist ohne Theorie und Praxis der expressionistischen Künste nicht denkbar. Und in den Expressionismus fällt der Erste Weltkrieg.
Im Seminar wird die Literatur des Expressionismus im Zentrum stehen, in allen drei Großgattungen. Exemplarisch sollen Gedichte, kurze Erzählungen und ein oder zwei Dramen analysiert werden, um zu verstehen, was denn literarischer Expressionismus heißen könnte. Da aber, wie gesagt, die Bildenden Künste von so großer Bedeutung für diese kleine Groß-Epoche sind, werden wird auch einige der berühmtesten Bilder anschauen und uns (der Veranstalter ist kein Kunsthistoriker) versuchsweise annähern. Die Kategorie der Form wird bei allen Analysen zu reflektieren sein.
Lesebereitschaft und Interesse an der nicht-realistischen Abstraktion in den Künsten.
Alle Texte sind günstig als Taschenbuch/Reclam-Heft erhältlich, auch antiquarisch.
Prosa-Texte, alle sehr kurz:
Georg Heym, Der Irre.
Alfred Döblin, Die Ermordung einer Butterblume.
Gottfried Benn, Gehirne und Die Eroberung (sog. Rönne-Prosa).
Dramen:
Carl Sternheim, Die Hose.
Georg Kaiser, Von morgens bis mitternachts.
Lyrik als Reader nach gemeinsamer Auswahl (Vorschläge gern vorab)
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 16-18 | S1-500 | 13.04.-24.07.2026
nicht am: 24.06.26 |
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| einmalig | Mi | 16-18 | X-E0-202 | 24.06.2026 | einmaliger Raumwechsel erforderlich |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Die Studienleistung wird in Form eines Gesprächs über die behandelten Texte in der Sprechstunde erbracht - am Ende des Semesters.