Das Schnittstellen-Thema gehört zu den wichtigsten Schwerpunkten in der Entwicklung der Grammatiktheorie seit etwa 1990. Das hauptsächlichste Problem bei seiner Rezeption ist, dass es in ganz verschiedenen Grammatiktheorien formuliert wurde und deshalb nicht einfach zugänglich ist. In der Veranstaltung "Schnittstellen der Grammatik" sollen die wichtigsten Verknüpfungen zwischen den Ebenen einer formalen Grammatik behandelt werden, so wie sie sich nach dem aktuellen Kenntnisstand darstellen. Gedacht ist an untenstehende Abschnitte, wobei vor allem A der angesprochenen Zersplitterung entgegenwirken soll. Je nach Vorbildung der Studierenden kann u.U. auch eine ausschließliche Konzentration auf A erfolgen.
A: Das Interface-Problem in Bezug auf eine formale Grammatik (Syntax, Semantik, Lexikon, Morphologie). Das Ziel ist hier, die Interface-Probleme ganz grundlegend anhand eines einheitlichen und ausgearbeiteten Grammatikformalismus kennen zu lernen. Hier wird eine Version einer Constraintbasierten Grammatik verwendet.
B: Eine etwas andere Sicht speziell auf das Syntax-Semantik-Interface soll anhand einschlägiger Themen aus der Diskursrepräsentationstheorie (DRT) gewonnen werden.
B¿: Eine vermutlich weniger anspruchsvolle Alternative zu B wäre, eine GB-Theorie/Principles & Parameters (Chomsky-Grammatik) zugrunde zu legen und deren Verknüpfung mit intensionaler Semantik zu betrachten.
C: Das Syntax-Pragmatik-Interface wird über das Paradigma der Dynamischen Syntax eingeführt.
D: Das Semantik-Pragmatik-Interface baut auf der Segmented Discourse Representation Theory auf.
Literatur: Semesterapparat. Auskunft während der Semesterferien über Email.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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| Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie / Master | (Einschreibung bis SoSe 2010) | MaLinFB; MaLin1 | 2. | 0/4 |