Diese Veranstaltung ist Teil des Clusters "5-II-MED-NPS", den Link zum Lernraum finden Sie hier: https://moodle.uni-bielefeld.de/course/view.php?id=10492
Studierende 1-41;201-204
Primäre und sekundäre Hirntumore
VI.03-01.3.3 Tumoren der Hypophyse mit hormonellen Störungen
VI.10-01.6 Tumoren der Hypophysenloge mit Behandlungsoptionen
VI.10-01.6.2 Akustikusneurinom, Vestibularisschwannom
VI.10-01.21.7 Neurofibromatose
','2.0 VI.10-01.6.1, VI.03-01.3.3, VI.10-01.6, VI.10-01.6.2, VI.10-01.21.7',NULL,'VI.10-01.6.1 Primäre und sekundäre Hirntumore
- benigne und maligne Neoplasien, Tumorsubtypen und Tumorklassifikationen beschreiben.
- relevante anatomische Strukturen in der Schnittbilddiagnostik (Sonografie, MRT, CT) erkennen und dieses Wissen beim selbstständigen Auffinden der Strukturen anwenden.
- relevante pathologische Veränderungen in der Schnittbilddiagnostik (Sonografie, MRT, CT) erkennen, beschreiben und in Zusammenhang mit geltenden Leitlinien einordnen.
zu Diagnostik: Studierende wissen: sekundäre Tumoren sind häufiger als primäre; Symptomatik (je nach Tumorart) eher langsam progredient (Abgrenzung zu Schlaganfall); MRT(+KM) ist Mittel der Wahl zur Diagnostik; Handlungskompetenz: Studierende können eine zielgerichtete Anamnese und körperlicher Untersuchung durchführen, um neurologische Defizite, Hirndruckzeichen, epileptische Anfälle und psychische Veränderungen (in diesem Fall hirnorganisch bedingt) festzustellen; Fatale Fehler: an Hirnmetastasen bei bestimmten Primärtumoren denken
-Prinzipien der operativen Behandlung von Tumoren des Zentralnervensystems erklären.
zu Therapie: interdisziplinäre Therapieentscheidung (Tumorboard); Therapieprinzipien kennen (operative / chemotherapeutische / strahlentherapeutische Ansätze); Prinzip der Kortisontherapie bei Hirnödem kennen. Das interdisziplinäre Versorgungskonzept von Hirntumorpatienten muss dem Absolventen bekannt sein sowie Grundzüge der Therapie - Stellenwert der Operation /histologischen Sicherung, Strahlen- und Chemotherapie. Prinzipien ohne Handlungskompetenz
Notfall bei Hirndruckzeichen: im Falle von Hirndruckzeichen sofortige Bildgebung (CT) initiieren
zu Management: klinisch neurologische Untersuchung zur Verlaufsbeurteilung muss gekonnt werden. Warnzeichen wie Hirndruckzeichen (bei Auftreten im Verlauf) ebenfalls kennen und untersuchen können. Im Verlauf auch Gesamtzustand beurteilen (KPS muss bekannt sein und angewendet werden können). Bei Auffälligkeiten Anbindung an entsprechendes Zentrum.
Frühe Einbindung von Psychoonkologie, Physiotherapie, Logopädie, Sozialmedizin etc., die der*die Absolvent*in auch mit einbeziehen können muss.
zu Lebensalter: bei Kindern andere Verteilung (oft hintere Schädelgrube mit entsprechenden Symptomen; z.B. Medulloblastom und Ependymom)
VI.03-01.3.3 Tumoren der Hypophyse mit hormonellen Störungen
- Prinzipien der operativen Behandlung von Tumoren des Zentralnervensystems erklären.
zu Therapie: transsphenoidale Resektion, medikamentöse Therapie mit Dopamin-Agonisten, Wachstumshormon-Rezeptor-Antagonisten oder Somatostatin-Analoga
VI.10-01.6 Tumoren der Hypophysenloge mit Behandlungsoptionen
VI.10-01.6.2 Akustikusneurinom, Vestibularisschwannom
-die Bedeutung des situativen und bewussten Nichthandelns, des ärztlichen Abwartens (watchful waiting) und des Daseins für den Kranken als Ausdruck heilsamen Beistands reflektieren.
zu Therapie: Initialtherapie je nach Größe und Symptomatik (OP-Indikation vs. \"zuwarten\" vs. Radiochirurgie = Wachstumshemmung). Therapie interdisziplinär (NCHI, HNO, Radiochirurgie).
zu Rehabilitation: posttherapeutische Fazialisparese ist nicht selten und kann mit logopädischen/physiotherapeutischen bis hin zu chirurgischen Maßnahmen behandelt werden.
zu Management: Das AKN ist eine DD zu Schwindel, Hörstörung und Fazialisparese das bei Progredienz / Persistenz ausgeschlossen / nachgewiesen werden muss.
Achtung: bzgl. notwendiger Verlaufsbeobachtung (wenn zugewartet wird): bei Progredienz mögl. Zerstörung des Gleichgewichts, Gehörs, Fazialis und schließlich Hirnstammkompression in der genannten Reihenfolge. Die Inzidenz wird mit 1 -2 / 100 000 angeben.
VI.10-01.21.7 Neurofibromatose
zu Diagnostik: Studierende sollten diese Erkrankung wegen der teils gravierenden Folgen kennen: Studierende können Hautveränderungen erkennen und interpretieren, und muss an die genetische Beratung und weitere Abklärung insbesondere MRT (spinale Achse, Schädel) denken.
VI.03-01.3.3 Tumoren der Hypophyse mit hormonellen Störungen
VI.10-01.6 Tumoren der Hypophysenloge mit Behandlungsoptionen
VI.10-01.6.2 Akustikusneurinom, Vestibularisschwannom
VI.10-01.21.7 Neurofibromatose
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 5-II-MED4 Gehirn, Nerven, Psyche und Sinnesorgane II Gehirn, Nerven, Psyche und Sinnesorgane II | MED4 II (Vorlesung) | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.