Körper, Medien und Gesellschaft sind auf vielfältige Weise miteinander verflochten. Der (leibliche) Körper lässt sich zunächst selbst als ein Medium begreifen, über das wir sowohl uns selbst als auch die soziale Welt, in der wir leben, erfahren und über das wir uns ausdrücken können. Zugleich ermöglichen Medien Erweiterungen der sozialen Erfahrungs- und Ausdrucksmöglichkeiten dieses Körpers und beeinflussen, wie wir unseren Körper wahrnehmen und mit ihm umgehen. Massenmedien, soziale Medien oder digitale Selbsttechnologien, wie z.B. Fitness-, Ernährungs- oder Zyklustracker, prägen etwa unsere Vorstellungen davon, was als schöner/hässlicher, gesunder/kranker Körper, fitter/unfitter Körper gilt und können entsprechend einen Einflussfaktor auf Körperpraktiken darstellen. Digitale Medientechnologien, wie Virtual Reality, eröffnen darüber hinaus die Möglichkeit, Avatare nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Diese können in virtuellen Umgebungen nicht nur als Repräsentationen fungieren, sondern können auch Verkörperungen der Nutzer*innen darstellen, über die sie unter Umständen gar Formen von Nähe oder Intimität zu anderen erleben.
Zu Beginn des Seminars soll zunächst erörtert werden, was einen soziologischen Blick auf den Körper ausmacht. Darauf aufbauend wird untersucht, inwiefern eine mediatisierungstheoretisch sensibilisierte Perspektive diese soziologische Auseinandersetzung mit dem Körper bereichern kann. Die Lektüre aktueller Studien, die den Zusammenhang von Körpern, Medien und Gesellschaft untersuchen, soll nicht nur Einblicke in den vielfältigen Forschungsstand bieten, sondern auch dazu anregen, dieses Verhältnis an konkreten Beispielen zu diskutieren und den soziologischen Blick dafür zu schärfen, dieses Verhältnis auch in der eigenen Lebenswelt zu erkennen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Mi | 14-16 | 13.04.-24.07.2026 |
| Modul | Veranstaltung | Leistungen | |
|---|---|---|---|
| 30-M35 Fachmodul Mediensoziologie Fachmodul Mediensoziologie | 1. Seminar | Studienleistung
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Studieninformation |
| 2. Seminar | Studienleistung
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Studieninformation | |
| - | benotete Prüfungsleistung | Studieninformation |
Die verbindlichen Modulbeschreibungen enthalten weitere Informationen, auch zu den "Leistungen" und ihren Anforderungen. Sind mehrere "Leistungsformen" möglich, entscheiden die jeweiligen Lehrenden darüber.
Vorbereitung der Lektüren, regelmäßige Teilnahme an Kurssitzungen und Engagement in Seminardiskussionen
Studienleistung: u.a. Kurztexte
Prüfungsleistung: Semesterbegleitende Erstellung eines Portfolios zur Dokumentation des Lernfortschritts