Die qualitative Analysestrategie der Objektiven Hermeneutik wird für sowohl „natürliche“ als auch Interviewdaten verwendet sowie für verschiedene Datensorten (Text, Bild) In diesem Seminar wird der Fokus auf Texten liegen (es ist kein „Bildanalyse“-Seminar).
Die Objektive Hermeneutik eignet sich gut zur „strengen“ Einübung qualitativer Feinanalyse und interpretativer Grundsätze. Das bedeutet, dass Sie von hier aus einige Maximen der qualitativen Sozialforschung generell verstehen und anzuwenden lernen, auch wenn sie später (auch) mit anderen Methoden arbeiten. Dafür ist es jedoch notwendig, dass wir uns mit der Methodologie der Objektiven Hermeneutik beschäftigen. Das bedeutet, dass wir nicht nur Sequenzanalyse und Einzelfallrekonstruktion üben, sondern uns zuvor entlang von Textlektüren (Oevermann) die Methode, ihre Begründung und ihre Ziele gemeinsam erarbeiten. Ihr bisher schon gesammeltes Wissen über soziologische Theorien wird dabei auch helfen.
Das Seminar richtet sich an Studierende, die neugierig auf die qualitative Sozialforschung geworden sind und sich mit dem Analyseverfahren der Objektiven Hermeneutik vertiefend auseinandersetzen möchten. Die Studierenden sollten Lesebereitschaft mitbringen, ohne die Textlektüre wird die Teilnahme schwierig, da die Dozentin keine Vorlesung aus dem Seminar machen, sondern auf der gemeinsamen diskursiven Erarbeitung gemeinsamer Ergebnisse bestehen wird :-)
Lernziel:
Die Studierenden lernen, das qualitative Analyseverfahren der Objektiven Hermeneutik methodologisch zu begründen, seine Anforderungen einzuschätzen und selbst auf Daten anzuwenden.
Vorgehen:
Zuerst werden wir uns mithilfe von Einführungsliteratur an das Verfahren und seine dahinterliegende Theorie annähern, bevor wir auf der Basis von „Originaltexten“ (Oevermann und weitere) arbeiten und die Logik und schließlich (auch immer wieder zwischendrin) Schritte, Aspekte und Haltungen der objektiv-hermeneutischen Analayse einüben.
Die Teilnahme an Veranstaltungen im Modul 30-M5 und 30-M10 setzt den Besuch und den erfolgreichen Abschluss des Moduls 30-M2 Methoden der empirischen Sozialforschung (Grundlagen) voraus. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung muss demnach Statistik 1 und Einführung in die qualitativen Methoden 1 erfolgreich abgeschlossen sein. Eine Anrechnung von Studien- und Prüfungsleistungen ist sonst nicht möglich!
Es wird die regelmäßige Teilnahme an den Seminarsitzungen vorausgesetzt: Es wird gemeinsam ein Arbeitszusammenhang erarbeitet und es werden Kenntnisse wie Kompetenzen sukzessive zusammen aufgebaut. Das bedeutet, dass Studierende durch "Stippvisiten" oder dauernd wechselnde Zusammensetzung nichts lernen werden.
Das Seminar findet ausschließlich in Präsenz statt, eine Online-Teilnahme ist nicht möglich.
Literatur wird im Seminar bekannt gegeben.
| Frequency | Weekday | Time | Format / Place | Period | |
|---|---|---|---|---|---|
| weekly | Mo | 10-12 | 13.04.-20.07.2026 |
| Module | Course | Requirements | |
|---|---|---|---|
| 30-M10 Advanced Methods II Vertiefung Methoden II | Vertiefung Methoden | Study requirement
Graded examination |
Student information |
| 30-M5 Advanced Methods I Vertiefung Methoden I | Vertiefung Methoden | Study requirement
Graded examination |
Student information |
The binding module descriptions contain further information, including specifications on the "types of assignments" students need to complete. In cases where a module description mentions more than one kind of assignment, the respective member of the teaching staff will decide which task(s) they assign the students.
Die Lektüre der Seminartexte wird in jeder Sitzung bei allen vorausgesetzt (und nicht durch die Dozentin oder durch Referate kompensiert).
Die Studienleistung besteht in der Moderation einer Sitzung, deren Methoden und Fokus zum betreffenden Text in Absprache mit der Dozentin frei gestaltet sein können (sollten).
Die Prüfungsleistung besteht in einer Datenstück-Analyse (15-20 Seiten). Der erste Abgabetermin für die Hausarbeit ist am 31. Juli und der zweite am 30. September 2026. Diese Termine sind verbindlich, d.h. eine individuell beliebige Verlängerung der Bearbeitungszeiträume ist nicht möglich.