Kein Autor hat der im 19. Jahrhundert verwissenschaftlichten Hermeneutik (Deutungskunst) so viele neue Gegenstände erschlossen wie Sigmund Freud: deut- und lesbar werden mit ihm Träume und Witze, aber auch Schmerzen und andere "Zustände" des Körpers, sowie Versprecher und sonstige Fehlleistungen. Dieser Erweiterung des Gegenstandes entsprechen Veränderungen in Theorie und Praxis des Deutens, die (neben vielen anderen Disziplinen) auch die Literaturwissenschaft stark beeinflußt haben. Das Seminar hat einführenden Charakter und soll Grundlagen schaffen für das Verständnis strukturaler und poststrukturaler Freud-Lektüren. Im Mittelpunkt steht die Lektüre der Traumdeutung. Sie wird ergänzt durch Blicke auf die ebenfalls klassischen Studien Zur Psychopathologie des Alltagslebens und Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten. Dazu kommen evtl. Texte zur späten Sprach- und Schrifttheorie Freuds ("Das Unbewußte", "Die Verneinung", "Notiz über den Wunderblock").
Zur Anschaffung und Vorbereitung: S. Freud, Die Traumdeutung (Freud-Studienausgabe, Fischer-Verlag, Bd. 2).
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum | |
|---|---|---|---|---|---|
| wöchentlich | Di | 16-18 | C01-270 | 15.10.2007-08.02.2008 |
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Literaturwissenschaft / Magister | Haupt- und Nebenfach | LAK | Teilleistung der Abschlussprüfung möglich HS | ||||
| Literaturwissenschaft / Master | (Einschreibung bis SoSe 2009) | MaLit1 | 3/7 |