Bezog sich die erziehungswissenschaftliche Beschäftigung mit sozialer Ungleichheit zunächst eher auf Klassenunterschiede, so öffnete sich die Diskussion insbesondere in den letzten Jahren nicht nur weiteren Differenzkategorien (wie Ethnizität, 'race', Geschlecht, Behinderung), sondern auch dem Versuch, ihre Querverbindungen zu untersuchen. Im Rahmen dieses Seminar werden wir die Bedeutung sozialen Handelns in pädagogischen Kontexten für die Herstellung von Differenz anschauen. Es wird uns also die Frage beschäftigen, wie sozial relevante Unterschiede interaktiv hergestellt werden und welche Relevanz dabei der pädagogische Kontext hat. Fokussieren werden wir hierfür Kindheit und ihre Einbindung in pädagogische Institutionen. Das Seminar ist in drei Schwerpunkte gegliedert. Zunächst erarbeiten wir uns die Perspektive eines Doing Difference, d. h. die sozialkonstruktivistisch, ethnomethodologische Annahme, dass Unterschiede interaktiv hergestellt werden. Weiter werden wir uns mit der Bedeutung des sozialkonstruktivistischen Paradigmas für das Verständnis von Kindheit befassen. Auf der Grundlage der Auseinandersetzung mit ethnographischer Kindheitsforschung werden wir abschließend verschiedene empirische Arbeiten betrachten, die ein Doing Difference in der Kindheit im Rahmen pädagogischer Kontexte untersuchen, bzw. Herstellungsprozesse von Gender und Ethnicity in den Blick nehmen.
| Rhythmus | Tag | Uhrzeit | Format / Ort | Zeitraum |
|---|
| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Frauenstudien | (Einschreibung bis SoSe 2015) | Schwerpunkt I; Schwerpunkt II; Schwerpunkt III | |||||
| Pädagogik / Erziehungswissenschaft / Diplom | (Einschreibung bis SoSe 2008) | H.1.2; H.2.5; H.3.1 | scheinfähig |