Die hundert Jahre vor der Etablierung der Monarchie in Rom durch Augustus werden häufig als "Krise der Republik" oder "Zeitalter der Revolution" bezeichnet, durchaus mit Recht. Doch die Zeitgenossen kannten das Ende nicht, und sie konnten sich auch nicht vorstellen, die gerade erst gewonnene Herrschaft über die relevante Welt oder ihre so überaus erfolgreiche innere Ordnung zu verlieren. Ersteres geschah dann auch nicht, letzteres aber schon. Zwischen den politischen Unfällen, eskalierenden Konflikten und blutigen Eruptionen gab es zwar immer wieder auch Normalität, dennoch unterlagen das Denken und Handeln der Menschen sowie das politische System einem stetigen Wandel. Diesen spannenden Prozeß nachzuzeichnen nimmt sich die Vorlesung vor. Eine Aufgabe wird sein, das Scheitern der Republik zu erklären, ohne alles, was diesen drei Generationen widerfuhr, immer und ausschließlich vom Ende her zu denken.
K. Bringmann, Krise und Ende der römischen Republik (133-42 v.Chr.), Berlin 2003 (mit Quellenteil); A. Heuss, Das Zeitalter der Revolution, in: G. Mann, A. Heuss (Hgg.), Propyläen Weltgeschichte Bd. 4: Rom. Die römische Welt, Frankfurt u.a. 1963, 175-316; Theodor Mommsen, Römische Geschichte, 3 Bde., 1854-1856 und zahlr. Neuauflagen, zuletzt München 1976 u.ö. (dtv, hgg. von K. Christ, davon Bd. 3-6).
| Degree programme/academic programme | Validity | Variant | Subdivision | Status | Semester | LP | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sozialwissenschaften / Lehramt Sekundarstufe I | B2; B3 | Wahlpflicht | HS | ||||
| Sozialwissenschaften / Lehramt Sekundarstufe II | B2; B3 | Wahlpflicht | HS |