751006 Einladung zur Wissenschaft (S) (WiSe 2013/2014)

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Zwei Termine: 23. und 30. Oktober 2013, jeweils '''dreistündig 14.00 s.t. bis 16.30 Uhr.

Die beiden weiteren geplanten Termine am 06. und 13. November 2013 FALLEN LEIDER AUS!

Die Veranstaltung soll den Anfang des weiterbildenden Studiums STUDIEREN AB 50 begleiten und vertiefen, Zusammenhänge herstellen und in Wissenschaftskonzepte einführen. An diesen vier Terminen wird den „Erstsemestern“, aber auch den „Uni-Erprobten“, die Kenntnisse auffrischen möchten, in einem kompakten und konzentrierten Stil Gelegenheit geboten, sich in Grundzügen einen interdisziplinären Überblick über wissenschaftliches Denken zu verschaffen.

Überblick über die Inhalte:
Zunächst wird vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen weiterentwickelt und diskutiert, was „wissenschaftliches“ Denken von anderen Formen des Denkens unterscheidet. Dann werden die Unterschiede zwischen den Wissenschaften und die Entwicklung von Denksystemen in den Naturwissenschaften und Geistes- /Kulturwissenschaften vorgestellt mit dem Ziel, die unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Wissenschaften zu zeigen.

Im weiteren wird die Geschichte vieler Wissenschaften exemplarisch aufgezeigt anhand der Entwicklung von Kunst, Philosophie, Theologie und Naturwissenschaften; wichtige Epochen dieses "zivilisatorischen Prozesses" (A. Weber) und der Geschichte fast aller heutigen Wissenschaften sind:

die Antike – vor allem die hellenistische Kultur: Hier entwickelte sich ab ca. 400 v. Chr. durch das Aufkommen von Techniken und Technologie mit naturwissenschaftlicher Begründung der Ursprung wissenschaftlichen Denkens. Griechische Denker und Philosophen hatten die geniale Idee, wissenschaftliche Theorien allgemein anzuwenden; sie setzten eine dauernde, gleichbleibende abstrakte Ordnung voraus, aus der die wechselnde Welt der Beobachtung abgeleitet werden konnte (z.B. die Geometrie).

das „scholastische“ Mittelalter – Gründung erster Universitäten in Europa: Für die Entstehung bzw. Entwicklung der Wissenschaften in Europa im Mittelalter war der nächste „Höhepunkt“ die Scholastik, insbesondere die Zeit der Hochscholastik (12. bis 14. Jahrhundert), als die Schriften und Werke des für die Entstehung wissenschaftlichen Denkens wichtigsten antiken Denkers, Aristoteles, in Europa bekannt wurden. Die Zeit der Hochscholastik war eine erste „Explosion des Wissens“. Universitäten wurden gegründet mit theologischen- und „Artisten“-Fakultäten, in denen die artes liberales gelehrt wurden. Exemplarisch gezeigt wird dies in der Veranstalung an den in dieser Zeit gegründeten Universitäten Bologna, Paris und Oxford.

die Einheit von Kunst und Wissenschaft in der Renaissance: Der Begriff Renaissance bezeichnet eigentlich keinen Zeitraum, kein Zeitalter, sondern ab ca. 1430 vor allem in den norditalienischen Stadtstaaten eine neue Art zu leben und zu denken. Ab ca. 1520 gab es auch im westlichen und nordwestlichen Europa eine der südlichen Renaissance vergleichbare geistige und kulturelle Entwicklung. Renaissance und Reformation - in diesen Begriffen spiegelt sich die historische Entwicklung, die Kultur und Wissenschaftsentwicklung Mittel und Westeuropas und der von (West)Europa beeinflußten Länder, die ihren Höhepunkt in der Aufklärung fand.

Das Barockzeitalter als Zeit großer wissenschaftlicher Umwälzungen: Diese Zeit ist gekennzeichnet durch den Übergang vom Aberglauben zur Forschung (z.B. von der Astrologie zur Astronomie), sie ist das Zeitalter der Akademiegründungen und der Gründung erster Wissenschaftsgesellschaften. Gelehrte begründeten in dieser Epoche die neuzeitliche Mathematik und Astronomie und beschritten neue Denkwege mit dem Ziel, die (irdische) Welt zu erforschen und zu beherrschen. Durch die beginnende Mathematisierung der Erfahrung und die experimentelle Methode werden Gesetzmäßigkeiten der Natur entdeckt und erforscht (Ausnahmen: Botanik und Zoologie).

Resümee und Ausblick: Wissenschaftsentwicklung im Zeitalter der Aufklärung, Zusammenfassung und abschließende Diskussion der Entwicklung der Wissenschaften – historisch und systematisch - und das Konzept der „wissenschaftlichen Revolution“.

Die „Einladung zur Wissenschaft“ und damit die Einführung in wissenschaftliches Denken soll nicht anhand „trockener“ Texte geschehen, sondern in der Spiegelung der Wissensentwicklung in der Kunst, in Abbildungen und Illustrationen zeitgenössischer Publikationen, in aktuellen wissenschaftsjournalistischen Artikeln in Tageszeitungen, Wochenzeitschriften und - während der Seminarsitzungen – ganz intensiv auch im Internet.

Für diese Veranstaltung gibt es ein umfangreiches (gedrucktes) Skript mit den Lern- und Wissensinhalten in überblicksartiger Form, das die individuelle Nachbereitung des sehr kompakt angebotenen Inhalts ermöglicht.

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  • Malwitz-Schütte

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