Die Geschichte der Menschheit beinhaltet auch die Nutzung von Rohstoffen, u.a. Erze und Gesteine. Steinzeit, Kupferzeit, Bronze- und Eisenzeit sind kulturhistorische Epochen mit dem Gebrauch des betreffenden Materials.
Darüber hinaus verfügen die Menschen über weitere Primärrohstoffe, die vielfältige Wirtschaftsprozesse ermöglichen, bis zur Gegenwart mit einem differenzierten Branchenspektrum.
Organische Rohstoffe, vor allem pflanzliche und tierische, stammen aus der Natur. Der Ursprung für anorganische Ressourcen ist die unbelebte Natur. Dazu gehören auch Wasser und Luft.
Rohstoffe finden sich in verschiedenen Bereichen der Geosphäre: In abbauwürdiger Form werden sie als Lagerstätten bezeichnet, aus der Lithosphäre werden mineralische Ressourcen gewonnen, aus der Hydrosphäre Wasser und Fische, und die Biosphäre erzeugt pflanzliche und tierische Stoffe.
Nach dem Grad der Wiederverwendung unterscheidet man erneuerbare von nicht-erneuerbaren Rohstoffen. Erneuerbar sind nachwachsende Rohstoffe aus der Landwirtschaft, außerdem Luft, Sonne und Wasser. Nicht erneuerbar sind fossile und mineralische Rohstoffe, die sich in geologischen Zeiträumen bildeten.
Nach der Entstehung und andersartigen Verwendung werden Agrar- von Industriestoffen unterschieden. Pflanzliche und tierische Stoffe werden zu Nahrungs-, Genuss- und Futtermitteln verarbeitet. Andere landwirtschaftliche Erzeugnisse für technische Verwertungszwecke werden als industrieelle pflanzliche Rohstoffe bezeichnet.
Industrierohstoffe aus anorganischen und fossilen Quellen können in vier Hauptgruppen eingeteilt werden: Energie-, chemische, Metall- sowie Bau- und Keramikstoffe.
Seit der industriellen Revolution steigen Bedarf und Ansprüche an Rohstoffen. Im 20. Jahrhundert hat sich der weltweite Verbrauch an abiotischen und biotischen Stoffen mehr als verzehnfacht. - Die Studie über die Grenzen des Wachstums von 1972 hat bewusst gemacht, dass mehrere Rohstoffe nicht unbegrenzt verfügbar sind. Die wachsende Erdbevölkerung und ein steigender Lebensstandard sowie ein sorgloser Umgang mit Rohstoffen in der Gesellschaft führen zu einer erkennbaren Rohstoffknappheit, vor allem bei fossilen Ressourcen, da sie nicht erneuert werden können. Auf dem Umweltgipfel der UNO 1992 wurde in der Agenda 21 u.a. ein umfangreiches Programm für einen nachhaltigen und schonenden Umgang mit rohstoffen beschlossen. Das Wirtschaften soll demnach den Grenzen der natürlichen Umwelt angepasst werden. Unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit wird eine Erhöhung der Ressourcenproduktivität gefordert, d.h. des Nutzens, der aus einer bestimmten Menge an Rohstoff gewonnen werden kann.
Eine andere Möglichkeit, Rohstoffe optimal zu nutzen, eröffnet die Kreislaufwirtschaft:
-Welche hygienischen und organisatorischen Voraussetzungen müssen für die Wiederverwendung gegeben sein?
-Welche Produktionsvorgänge ermöglichen die Herstellung von Sekundärrohstoffen?
-Wie unterscheiden sich biologische anaerobe und aerobe Abfallverwertung von der Gewinnung abiotischer Sekundärstoffe?
-Welche Bedeutung hat die Biotechnologie in der Kreislaufwirtschaft?
In dem Seminar werden wir die qualitativen Unterschiede - unter dem Aspekt der Rohstoffknappheit - ansprechen und an Beispielen erläutern.
Die nächsten Termine sind am:
17.06.2013 01.07.2013.
Rothe, Peter (2010). "Schätze der Erde. Die faszinierende Welt der Rohstoffe." Darmstadt.
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| Studiengang/-angebot | Gültigkeit | Variante | Untergliederung | Status | Sem. | LP | |
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